|
|
|
|
|
 |
|
MINNESÄNGER- WETTSTREIT 2005 |
|
"Liebe
ist wichtiger als Gold und Vieh!"
Thomas Schallaböck ist
"Thomasin". Salzburgs Minnesänger vertritt Österreich beim Wettstreit
der Minnesänger am 4. Juni in Regensburg (Bayern). Es geht um Gesänge
zur Verehrung von Frauen, die von platonischer Verherrlichung zu eindeutigen
Angeboten reichen können. |
|
|
|
|
|
 |
|
Rockstars
des Mittelalters
Diese Art von weit umherreisenden
Musikern waren sozusagen die Rockstars des Mittelalters. Sie verwendeten
vielerlei Arten von Instrumenten: Flöten, Lauten und oft die Drehleier
in verschiedenen Bauweisen (Bild links).
Minne war im Mittelalter der poetisch-musikalische
"Frauendienst", die ritterlich-platonische bis ziemlich lebenspraktisch-erotische
Verehrung des weiblichen Geschlechtes.
Journalistische Funktionen
Die Sänger hatten auch eine
journalistische Funktion, weil sie Neuigkeiten aus vielen Teilen Europas
für ihre Songs und Auftritte in Liedtexten zusammenfassten.
Viele zählen zu den frühesten
Werken der deutschsprachigen Literaturen.
Minnesängern wie Walther von
der Vogelweide, Neidhard "von Reuental" oder Oswald von Wolkenstein lag
wohl so manches Burgfräulein und manche Magd als Fan (und Geliebte?)
zu Füßen. |
|
|
|
|
|
|
|
Foto: Stadt Nachrichten/Salzburger
Woche/spi |
|
"Hohe"
und "Niedere Minne"
Es gab die "Niedere Minne"
(Liebe und Sex mit Bauernmädchen) sowie "Hohe Minne", die idealistische
Verehrung von Freifrauen, Fürstinnen und Baronessen, die niemals (oder
selten) erfüllt wurde. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Gründer
von "Dulamans Vröudenton"
Die Mittelalter-Fachzeitschrift
"Karfunkel", das "Musiktheaters Dingo" und minnesang.com veranstalten am
4. Juni 2005 den großen Minnesänger-Wettstreit auf der Falkenburg
bei Regensburg. Nun wurden sieben Kandidaten nominiert und der Öffentlichkeit
vorgestellt.
Als einziger österreichischer
Teilnehmer kam der Salzburger Musiker und Sänger Thomas M. Schallaböck
in die Endrunde. Er ist seit beinahe 25 Jahren bekannt als Gründer
und Mitglied des Ensembles für Alte Musik "Dulamans Vröudenton". |
|
|
|
|
|
|
"Cumbia": aufmerksame Zuhörerin |
|
Burgvogtin
erwählt sich den Sieger
Beim Wettstreit wird er unter
dem mittelalterlichen Pseudonym "Thomasin von Salzburg" auftreten und sich
mit einer gotischen Kastendrehleier begleiten. Peter Rauter, ein Kollege
von Dulamans Vröudenton, steuert als Spielmann pfiffige Flötentöne
bei.
Jeder Teilnehmer trägt zwei
Minnelieder vor, einen “Klassiker” des Mittelalters im “Pflichtprogramm”
und ein etwas ausgefalleneres Werk in der Kür.
Über den Sieg entscheidet die
Burgvogtin nach eigenem Geschmack. Zusätzlich ist das Publikum aufgerufen,
den Sänger zu wählen, der es am meisten beeindruckt! |
|
|
|
|
|
|
|
|
Werke
des "Mönchs" mit Schäferstündchen
Thomasin wählte Lieder
seines heimatlichen Kollegen "Mönch von Salzburg" und von "Heinrich
von Morungen": "Das Kühhorn" (Mönch von Salzburg) berichtet von
einem Mittagsschlaf der ganz besonderen Art.
Das mittelalterliche Schäferstündchen
wandelt sich zur Eifersuchtsszene und endet mit der erstaunlichen Moral:
Liebe ist wichtiger als Gold und Vieh! |
|
|
|
|
|
|
|
|
Er
will, sie lehnt ab :-((
Beim Lied "Nein, ja" (Heinrich
von Morungen) kommt das sehnsüchtige Verlangen des Sängers zu
einem tragischen Ende: "Ja?" bettelt er, doch "Nein", sagt sie. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Instrumente und Katzenlady von Thomas
Schallaböck alias "Thomasin". |
|
|
|
|
|
|