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Minnesänger-Wettkampf auf Burg Falkenstein - Sieben kämpfen um die Gunst der Herrin

Die Burgvogtin zu Falkenstein (bei Regensburg) hat in Ihrer Weisheit und Güte entschieden, sieben Sänger zu ihrem ersten großen Minnesängerwettstreit am Abend des 4. Juni 2005 zu laden. Dem Wettbewerb stellen sich Knud Seckel (Minnesangs Frühling), Thomas M. Schallaböck (Dulamans Vröudenton), Michael Hoffkamp (Michael vom Richtberg), Jochen Faulhammer (ehemals Musiktheater Dingo), Frank S. Wunderlich (ehemals Vogelfrey), Hans Hegner (Vinkoop) und Marcus van Langen (Des Teufels Lockvögel). 

Die edlen Recken dürfen nun probieren, die stolze Herrin durch ihren Vortrag zu rühren, um den Funken der Minne in ihrem Herzen zu wecken. Jeder Sänger soll zwei Lieder darbieten, einen “Klassiker” des Mittelalters im “Pflichtprogramm” und ein etwas ausgefalleneres Werk in der Kür. So sind Werke der großen Minnesänger Walther von der Vogelweide, Neidhart von Reuenthal und Oswald von Wolkenstein zu hören, aber auch weniger bekannte Meister wie Reinmar von Brennenberg, Wizlaw von Rügen und von Obernburg kommen zum Zuge. Präsentiert wird das Ganze vom renommierten Mittelaltermagazin Karfunkel. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung liegt beim Bürgermeister der Gemeinde Markt Falkenstein, dem ehrwürdigen Stadtvogt Thomas Dengler. Sponsor der Veranstaltung ist die Brauerei Thurn & Taxis. 

Gesungen werden darf in der Originalsprache oder in neuhochdeutschen Nachdichtungen - unbegleitet, mit eigener Instrumental-Begleitung oder durch Unterstützung der anwesenden Instrumentalisten. Neben den Sängern werden nämlich auch einige Spielleute erwartet. Die Spielleute werden darüber hinaus für musikalische Unterhaltung zwischendurch sorgen. Auch ein paar gemeinsame Lieder aller beteiligten Sänger und Spielleute werden dargeboten. Das Interessante ist, dass Künstler mit sehr unterschiedlichem Interpretationsansatz gewonnen werden konnten - das Spektrum reicht vom klassischen Gesang über Folk bis in den Randbereich des zur Zeit sehr populären Mittelalterrocks, allerdings "unplugged", denn die Veranstaltung soll unverstärkt über die Bühne gehen. 

Neben dem Hauptpreis, den die Burgvogtin aufgrund ihrer alleredelsten Empfindungen vergibt, wird es auf Burg Falkenstein auch einen Publikumspreis geben. Die Zuschauer können den Sänger wählen, der sie am meisten beeindruckt! Regisseur des Spektakels ist Peter Will (Musiktheater Dingo, Die Bühne). 

Die künstlerische und organisatorische Gesamtleitung liegt in der Hand von Dr. Lothar Jahn, Kopf des Musiktheaters Dingo und Betreiber der Website www.minnesang.com. Die beiden versprechen ein Ereignis mit Anspruch, aber auch viel Humor. Als Förderer, Gönner und Criticus der Sangeskünstler hat sich der zudem noch der erlauchte Minne- und Meistersänger Heinrich Frauenlob angekündigt, ein Marcel Reich-Ranicki des Hohen Mittelalters von allerhöchstem Sachverstand und Geschmack.

Quelle: Dr. Lothar Jahn, Musiktheater Dingo