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Ein "Minnesänger"
streitet für Salzburg
"Thomasin von Salzburg" ist der
einzige österreichische Teilnehmer beim Minnesänger-Wettbewerb
auf der Falkenburg bei Regensburg
10.05.05Am
4. Juni findet ein Minnesänger-Wettstreit auf der Falkenburg bei Regensburg
statt. Sieben Kandidaten wurden nominiert, darunter nur ein einziger Österreicher,
"Thomasin von Salzburg". Dahinter verbirgt sich Thomas M. Schallaböck,
Gründer und Mitglied des Ensembles für Alte Musik "Dulamans Vröudenton".
Beim Wettstreit wird er sich selbst auf einer gotischen Kastendrehleier
begleiten. Mit dabei ist der Flötist Peter Rauter, ein Kollege von
"Dulamans Vröudenton".
Jeder Teilnehmer trägt zwei Minnelieder
vor, einen “Klassiker” des Mittelalters im “Pflichtprogramm” und ein etwas
ausgefalleneres Werk in der Kür. Über den Sieg entscheidet die
Burgvogtin nach eigenem Geschmack. Zusätzlich ist das Publikum aufgerufen,
abzustimmen.
Thomasin wählte Lieder seines
heimatlichen "Kollegen" Mönch von Salzburg und von Heinrich von Morungen:
"Das Kühhorn" (Mönch von Salzburg) berichtet von einem Mittagsschlaf
der ganz besonderen Art. Das mittelalterliche Schäferstündchen
wandelt sich zur Eifersuchtsszene und endet mit der erstaunlichen Moral:
Liebe ist wichtiger als Gold und Vieh! Beim Lied "Nein, ja" (Heinrich von
Morungen) kommt das sehnsüchtige Verlangen des Sängers zu einem
unerfreulichen Ende: "Ja" bettelt er, doch "nein", sagt sie.
Thomasins Chancen auf einen Sieg scheinen
so schlecht nicht zu stehen. Auf der Internetpräsenz des Minnesänger-Wettstreits
führt er momentan die Abstimmung an. (dpk)
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