3. FALKENSTEINER MINNETURNIER
"Ich zog mir einen Falken"

Burg Falkenstein

Sa 30. August 2008, 19.30 Uhr


Knud Seckel
Preisträger
Knud Seckel
Nun schon zum 3. Mal war die Burg Falkenstein im Oberharz Austragungsort eines großen Minne-Turniers mit Teilnehmern aus ganz Deutschland und Österreich. Motto der Veranstaltung war "Ich zog mir einen Falken", nach dem bekannten Lied des Kürenbergers.  Im voll besetzten Burghof erfreuten sich die Zuhörer an den mal unendlich traurigen, dann wieder urkomischen Liedern über Falken, Lerchen und Nachtigallen. Am Ende gab es zwei Sieger: Die Burgherrin kürte Knud Seckel aus Alsbach zu ihrem Favoriten, das Publikum wählte Wilfried Staufenbiel. Am Ende stand fest: Das Minne-Turnier ist zu einer festen Größe im Programm der Burg geworden. So wird im Sommer 2009 eine weitere Veranstaltung stattfinden. Das Motto heißt dann "Spruchgesang und Sachsenspiegel".


Wilfried Staufenbiel
Publikumssieger
Wilfried Staufenbiel

>> Tickets für 2009 vorbestellen unter 034743-535590 oder per E-Mail.
>> Zum Turnier erschien die CD "Falken, Lerchen, Nachtigallen".

"3. Falkensteiner Minneturnier": Wer war dabei?

Alle Sänger
Hans Hegner, Wilfried Staufenbiel, Gisbert Ostermann, Olaf Casalich.
Knud Seckel, Ludmillus, Thomas Schallaböck

Ludmillus Thomas Schallaböck Hans Hegner
Ludmillus
Der Barde
aus Mülheim
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Thomas Schallaböck
Der Österreicher
Minne-Meister
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Hans Hegner
Der "Fundevogel"
aus Berlin
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Der Barde und Minnesänger Ludmillus erfreut seit 1994 die Herzen seines Publikums mit mittelalterlichem Gesang zur Cister. Er ist Haus- und Hofbarde auf dem "Lager der Spiel- und Handwerksleut'" des  Mittelalter-Veranstalters "Kramer, Zunft und Kurzweil". Er spielte auf zahlreichen Festen von der Reichsburg Cochem über die Burg Hohenzollern bis zum Klostermarkt Northeim und ist regelmäßiger Teilnehmer beim Bardentreffen auf der Marksburg. Bei der Auftaktveranstaltung zum 200jährigen Stadtjubiläums seiner Heimatstadt Ludmillus ist inzwischen auch Romanfigur in den "Hebammen"-Romanen von Sabine Ebert.
Thomas Schallaböck (*1961) gehört zu den Gründungsmitgliedern des bekannten Salzburger Mittelalterensembles "Dulamans Vröudenton". Das Interesse für Musik entstand bereits in früher Kindheit, in Teenagerjahren beeindruckte ihn die Musik von Folk-Größen wie Pentangle, Ougenweide und Steeleye Span  Mit dem Kauf einer Okarina begann das autodidaktische Studium vieler alter Instrumente. Ab 1981 studierte er Theologie und Germanistik, wobei er sich auf das Mittelalter spezialisierte. Ein Jahr später gründete er "Dulamans Vröudenton" - bekannt u.a. durch die mit Alben "Minnesänger in Österreich" und "Sinnliches Mittelalter". Hans Hegner aus Berlin tritt schon seit über 20 Jahren als Sänger und Instrumentalist mit mittelalterlicher Lyrik auf. Er studierte Ältere Germanistik und Vergleichende Sprachwissenschaft in Berlin und Salzburg. Die wissenschaftliche Arbeit an Text und Übersetzung, Kenntnis der handschriftlichen Quellen und der mittelalterlichen Notenschrift bilden das Fundament seiner Interpretation. Neben Solo-Auftitten singt und spielt Hans Hegner seit 1989 auch gemeinsam mit Ursel Peters im Folk-Duo "Fundevogel". Seit 1996 ist er Miglied bei "Collage". Seit 2002 wirkt er auch beim großen Sängerwettstreit auf der Wartburg mit.



Gisbert Ostermann Olaf Casalich Wilfried Staufenbiel
Gisbert Ostermann
Der Ostwestfale
mit dem großen Herzen
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Olaf Casalich
Legendärer Frontmann
von "Ougenweide"

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Wilfried Staufenbiel
Der Brandenburger
Minnestar

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Gisbert Ostermann kommt aus dem Westfalenlande in den Harz. Er ist schon lange ein Freund mittelalterlicher Geschichte und Dichtkunst und hat als Nebenerwerbs-Landwirt schon auf dem Felde manches Minne- und Kampflied angestimmt, um sich die Arbeit zu erleichtern. Seit Jahren ist er mit dem Musiktheater Dingo unterwegs, für das er schon den trutzigen Neidhart von Reuental gab und in die Rolle des fahrenden Sängers "Der Unverzagte" schlüpfte. Unverzagt stellt er sich auch jetzt den Kontrahenten aus aller Herren Länder - bereits zum dritten Mal ist er auf Burg Falkenstein dabei.
Der 1947 geborene Sänger kann mit Fug und Recht behaupten, dass er der Erfinder der Kombination von Folk- und Rockmusik mit mittelalterlichen Texten ist. Der Frontman der legendären Hamburger Band "Ougenweide" brachte in den Siebziger Jahren dem staunenden Publikum die Dichtkunst eines Walther von der Vogelweide oder Neidhart von Reuenthal auf ganz neue Art nahe. Mit "Ougenweide" war er bis Mitte der 80er Jahre unermüdlich unterwegs.Es folgte eine rege Theatermusik-Tätigkeit. Inzwischen hat sich Ougenweide neu formiert, ein neues Album ist in Planung. Wilfried Staufenbiel kommt aus Schönow in Brandenburg zur Falkensteiner-Burg. Er studierte zunächst Cello, später Gesangin Leipzig und Berlin. Er singt jahrelang beim Rundfunkchor Berlin und ist in vielen musikalischen Bereichen von der Klassik bis zum Jazz aktiv. Die Musik des Mittelalters fasziniert ihn besonders. Mit dem Ensemble "musica mensurata" war er u.a. auch beim Wettbewerb für Alte Musik in Brügge zu hören, in Spelunken und auf Märkten bot er Minnesang und Mönchsgeschichten dar und spielte seine Fidel.



Frank Wunderlich Knud Seckel
Meister Frauenlob
Frank Wunderlich
Der Vorjahres-Sieger
kommt als Ehrengast

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Knud Seckel
Die Nachtigall
vom Neckartal

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Meister Frauenlob
Peter Will als
gestrenger Criticus
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Frank Wunderlich (*1960 in Gießen) studierte Philosophie, Musikwissenschaft und Theologie in Frankfurt/Main und Würzburg. 1986 legte er sein Diplom in Kath. Theologie ab. Er lebt seit 1988 am Untermain (Großheubach, jetzt in Lützelbach), war 1995 Mitbegründer der Gruppe "Vogelfrey und unvuortzaget". Seit 2001 spielt er in den Ensembles "Bluomenrot" und "Vrouwenheide". 2002 veröffentlichte er den Liederzyklus' des Minnesängers Von Obernburg (13. Jh.) "Ich wil wol von wibes gvete", 2004 gab er eine Liederauswahl aus dem "Schedelschen Liederbuch" (15. Jh.) heraus,  2006 folgten Minnelieder des Reinmar von Brennenberg (13. Jh.).
Seit 1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit früher Musik. Von 1994 - 2000 studiert er Romanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Heidelberg. Sein Interesse gilt dem Mittelhochdeutschen und den Sprachen Südwesteuropas, deren Kenntnisse er durch längere Auslandsaufenthalte vertieft. Er ist Mitbegründer der Formation "Wildwuchs" im Jahre 1991 und des "Ensemble Trecento" im Jahre 1994. Im gleichen Jahr beginnt die Mitwirkung bei der Gruppe "Wünnespil", die 2001 endet. Seit 2001 tritt er im Rahmen von Museumsveranstaltungen und Events als Minnesänger und Erzähler auf. Er leitet das Ensemble "Minnesangs Frühling".
Unbestechlich, in den Künsten bewandert, gewissenhaft bis zur Pingeligkeit - so fürchten ihn die Sänger, die sich auf Burg Falkenstein und beim alljährlichen Minnesänger-Wettstreit von Karfunkel dem edlen Kampfe stellen. Meister Frauenlob alias Heinrich von Meißen, der selbstbewusste Minnesänger-Star des 13. Jahrhunderts und Begründer der Tradition des Meistersanges, wird von Peter Will großartig verkörpert. Frauenlob war davon überzeugt, noch über Reinmar und Walther der Größte aller Minnesänger zu sein - keiner kann an seine Größe gelangen. Deshalb führt er mit klarem Urteil und gebotener Strenge auch durch diesen Abend.



Hochkarätige Spielleute
Zur Begleitung der stimmstarken Helden reisen Spielleute aus aller Herren Länder an: Dolores Rauter (Harfe), Claudia Heidl (Rauschpfeife, Chalumeau, Rahmentrommel, Flöten), Dagmar Jahn  (Flöten, Cornamuse), Ursel Peters (Cister), Susanne Schmidt (Glockenspiel, Percussion), Gerda Weinreich (Minnesängerharfe, Schellentrommel, Glockenspiel), Lothar Jahn (Dommel, Cister, Gitarrenlaute), Peter Imanuel Krafft (Flöten, Cornamuse), Jan-Marcus Lapp (Drehleier) und Jakob Hegner (Percussion). Die Veranstaltung stand erneut unter Leitung von Dr. Lothar Jahn, Kulturmanager, Chef des Musiktheaters Dingo und Begründer der Internetplattform www.minnesang.com.

Gesamtansicht


Die neue CD
Zum Minneturnier erscheint beim Label "Heckenreiter" die neue CD "Falken, Lerchen, Nachtigallen" - präsentiert von www.minnesang.com und Burg Falkenstein. Mit dabei sind alle Interpreten des 3. Minneturniers sowie weitere namhafte Künstler der Mittelalterszene. Zu hören sind Lieder aus der Zeit des Minnesangs rund um "wîp unde vederspil" in höchst abwechslungsreicher Interpretation.

Falken-CDTITEL UND INTERPRETEN: 
1. Der Weckruf  (Wizlaw von Rügen)- Musiktheater Dingo; 2. Falkenlied (Der Kürenberger) - Hans Hegner; 3. Under der linden (Walther von der Vogelweide) - Michael Hoffkamp; 4. Das Lied von der  Schwalbe (Heinrich von Morungen) - Holger Schäfer; 5. Der meie ist komen gar wunneclich (Reinmar von Brennenberg) - Frank Wunderlich; 6.  Wê warumbe (Ulrich von Liechtenstein) - Thomas Schallaböck; 7. Fröut iuch der vil lieben zît (Otto zum Turn) - Christoph Mächler; 8. Sinc an, guldin huon (Neidhart) - Wünnespil; 9. Der eitle Gockel (Neidhart) - Gisbert Ostermann; 10. Der Fuchs und der Rabe (Der Kanzler) - Olaf Casalich; 11. Falkenlied-Parodie (Mönch von Salzburg) - Dulamans Vröudenton; 12. Der Vogel Krappaney (Hermann Dahmen) - Vinkoop; 13. Lerchenlied (Bernart de Ventadorn) - Knud Seckel; 14.Der vogele schal (Walther von der Vogelweide) - Jochen Faulhammer; 15. Winterklage  (Reinmar von Hagenau) - Wilfried Staufenbiel; 16. Under den Linden (Walther von der Vogelweide/Carmina Burana) - Marcus van Langen; 17. Falkentraum (aus dem Nibelungenlied) - Meister Frauenlob; 18. Lerchenlied (Ausklang) (Bernart de Ventadorn) - Dagmar Jahn


Die CD kann zum Preis von 15 Euro plus 3 Euro Versand hier bestellt werden.


Zur Erinnerung


Beim Falke
nsteiner Minneturnier 2007 gewannen Frank Wunderlich (Hauptpreis) und Mino, der Barde (Publikumspreis). In einer Vorausscheidung wurde Volker Wysk als bester Sänger aus Sachsen-Anhalt gekürt.

Beim Falkensteiner Minneturnier 2006 ging der Hauptpreis an Jochen Faulhammer, den Publikumspreis erhielt Michael Hoffkamp.

Finale 2008


Pressespiegel zum 2. Minneturnier 2007

Magister Rother: Vorankündigung April 2007
Mittelalter Online Rückblick August 2007
Geolino-Interview mit dem Publikumssieger September 2007
>> Hier findet sich die Fotogalerie der Musikwissenschaftlerin Sandra Martini zum 2. Minneturnier

Pressespiegel zum 1. Minneturnier 2006
Rückblick in Karfunkel, S. 1
Rückblick in Karfunkel, S. 2

Alte Musik Mai 2006
Volksstimme Magdeburg 12.7.06
Karfunkel Online 4.7.06
Schlitzer Bote 6.7.06
Mitteldeutsche Zeitung Aschersleben 17.7.06
HNA Fritzlar-Homberg 18.7.06
Schlitzer Bote 18.7.06