![]() Preisträger Knud Seckel |
Nun
schon zum 3. Mal war die Burg Falkenstein im Oberharz Austragungsort
eines
großen Minne-Turniers mit Teilnehmern aus ganz Deutschland und
Österreich. Motto der Veranstaltung war "Ich
zog mir einen Falken", nach dem bekannten Lied des
Kürenbergers. Im voll besetzten Burghof erfreuten sich die
Zuhörer an den mal unendlich traurigen, dann wieder urkomischen
Liedern über Falken, Lerchen und Nachtigallen. Am Ende gab es zwei
Sieger: Die Burgherrin kürte Knud Seckel aus Alsbach zu ihrem
Favoriten, das Publikum wählte Wilfried Staufenbiel. Am Ende stand
fest: Das Minne-Turnier ist zu einer festen Größe im
Programm der Burg geworden. So wird im Sommer 2009 eine weitere
Veranstaltung stattfinden. Das Motto heißt dann "Spruchgesang und
Sachsenspiegel". |
![]() Publikumssieger Wilfried Staufenbiel |
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| Ludmillus Der Barde aus Mülheim Pressefoto |
Thomas Schallaböck
Der Österreicher Minne-Meister Pressefoto |
Hans
Hegner
Der "Fundevogel" aus Berlin Pressefoto |
| Der
Barde und Minnesänger Ludmillus erfreut seit 1994 die Herzen
seines Publikums mit mittelalterlichem Gesang zur Cister. Er ist Haus-
und Hofbarde auf dem "Lager der Spiel- und Handwerksleut'" des
Mittelalter-Veranstalters "Kramer, Zunft und Kurzweil". Er spielte auf
zahlreichen Festen von der Reichsburg Cochem über die Burg
Hohenzollern bis zum Klostermarkt Northeim und ist
regelmäßiger Teilnehmer beim Bardentreffen auf der
Marksburg. Bei der Auftaktveranstaltung zum 200jährigen
Stadtjubiläums seiner Heimatstadt Ludmillus ist inzwischen auch Romanfigur in den "Hebammen"-Romanen von Sabine Ebert. |
Thomas Schallaböck (*1961) gehört zu den Gründungsmitgliedern des bekannten Salzburger Mittelalterensembles "Dulamans Vröudenton". Das Interesse für Musik entstand bereits in früher Kindheit, in Teenagerjahren beeindruckte ihn die Musik von Folk-Größen wie Pentangle, Ougenweide und Steeleye Span Mit dem Kauf einer Okarina begann das autodidaktische Studium vieler alter Instrumente. Ab 1981 studierte er Theologie und Germanistik, wobei er sich auf das Mittelalter spezialisierte. Ein Jahr später gründete er "Dulamans Vröudenton" - bekannt u.a. durch die mit Alben "Minnesänger in Österreich" und "Sinnliches Mittelalter". | Hans Hegner aus Berlin tritt schon seit über 20 Jahren als Sänger und Instrumentalist mit mittelalterlicher Lyrik auf. Er studierte Ältere Germanistik und Vergleichende Sprachwissenschaft in Berlin und Salzburg. Die wissenschaftliche Arbeit an Text und Übersetzung, Kenntnis der handschriftlichen Quellen und der mittelalterlichen Notenschrift bilden das Fundament seiner Interpretation. Neben Solo-Auftitten singt und spielt Hans Hegner seit 1989 auch gemeinsam mit Ursel Peters im Folk-Duo "Fundevogel". Seit 1996 ist er Miglied bei "Collage". Seit 2002 wirkt er auch beim großen Sängerwettstreit auf der Wartburg mit. |
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| Gisbert Ostermann
Der Ostwestfale mit dem großen Herzen Pressefoto |
Olaf Casalich Legendärer Frontmann von "Ougenweide" Pressefoto |
Wilfried
Staufenbiel
Der Brandenburger Minnestar Pressefoto |
| Gisbert
Ostermann kommt aus dem Westfalenlande in den Harz. Er ist schon lange
ein Freund mittelalterlicher Geschichte und Dichtkunst und hat als
Nebenerwerbs-Landwirt schon auf dem Felde manches Minne- und Kampflied
angestimmt, um sich die Arbeit zu erleichtern. Seit Jahren ist er mit
dem Musiktheater Dingo unterwegs, für das er schon den trutzigen
Neidhart von Reuental gab und in die Rolle des fahrenden Sängers
"Der Unverzagte" schlüpfte. Unverzagt stellt er sich auch jetzt
den Kontrahenten aus aller Herren Länder - bereits zum dritten Mal
ist er auf Burg Falkenstein dabei. |
Der 1947 geborene Sänger kann mit Fug und Recht behaupten, dass er der Erfinder der Kombination von Folk- und Rockmusik mit mittelalterlichen Texten ist. Der Frontman der legendären Hamburger Band "Ougenweide" brachte in den Siebziger Jahren dem staunenden Publikum die Dichtkunst eines Walther von der Vogelweide oder Neidhart von Reuenthal auf ganz neue Art nahe. Mit "Ougenweide" war er bis Mitte der 80er Jahre unermüdlich unterwegs.Es folgte eine rege Theatermusik-Tätigkeit. Inzwischen hat sich Ougenweide neu formiert, ein neues Album ist in Planung. | Wilfried
Staufenbiel kommt aus Schönow in Brandenburg zur
Falkensteiner-Burg. Er studierte zunächst Cello, später
Gesangin Leipzig und Berlin. Er singt jahrelang beim Rundfunkchor
Berlin und ist in vielen musikalischen Bereichen von der Klassik bis
zum Jazz aktiv. Die Musik des Mittelalters fasziniert ihn besonders.
Mit dem Ensemble "musica mensurata" war er u.a. auch beim Wettbewerb
für Alte Musik in Brügge zu hören, in Spelunken und auf
Märkten bot er Minnesang und Mönchsgeschichten dar und
spielte seine Fidel. |
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| Frank
Wunderlich Der Vorjahres-Sieger kommt als Ehrengast Pressefoto |
Knud Seckel Die Nachtigall vom Neckartal Pressefoto |
Meister
Frauenlob
Peter Will als gestrenger Criticus Pressefoto |
| Frank
Wunderlich (*1960 in Gießen) studierte Philosophie,
Musikwissenschaft und Theologie in Frankfurt/Main und Würzburg.
1986 legte er sein Diplom in Kath. Theologie ab. Er lebt seit 1988 am
Untermain (Großheubach, jetzt in Lützelbach), war 1995
Mitbegründer der Gruppe "Vogelfrey und unvuortzaget". Seit 2001
spielt er in den Ensembles "Bluomenrot" und "Vrouwenheide". 2002
veröffentlichte er den Liederzyklus' des Minnesängers Von
Obernburg (13. Jh.) "Ich wil wol von wibes gvete", 2004 gab er eine
Liederauswahl aus dem "Schedelschen Liederbuch" (15. Jh.) heraus,
2006 folgten Minnelieder des Reinmar von Brennenberg (13. Jh.). |
Seit
1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit früher Musik.
Von 1994 - 2000 studiert er Romanistik, Kunstgeschichte und
Musikwissenschaft in Heidelberg. Sein Interesse gilt dem
Mittelhochdeutschen und den Sprachen Südwesteuropas, deren
Kenntnisse er durch längere Auslandsaufenthalte vertieft. Er ist
Mitbegründer der Formation "Wildwuchs" im Jahre 1991 und des
"Ensemble Trecento" im Jahre 1994. Im gleichen Jahr beginnt die
Mitwirkung bei der Gruppe "Wünnespil", die 2001 endet. Seit 2001
tritt er im Rahmen von Museumsveranstaltungen und Events als
Minnesänger und Erzähler auf. Er leitet das Ensemble
"Minnesangs Frühling". |
Unbestechlich,
in den Künsten bewandert, gewissenhaft bis zur Pingeligkeit - so
fürchten ihn die Sänger, die sich auf Burg Falkenstein und
beim alljährlichen Minnesänger-Wettstreit von Karfunkel dem
edlen Kampfe stellen. Meister Frauenlob alias Heinrich von
Meißen, der selbstbewusste Minnesänger-Star des 13.
Jahrhunderts und Begründer der Tradition des Meistersanges, wird
von Peter Will großartig verkörpert. Frauenlob war davon
überzeugt, noch über Reinmar und Walther der
Größte aller Minnesänger zu sein - keiner kann an seine
Größe gelangen. Deshalb führt er mit klarem Urteil und
gebotener Strenge auch durch diesen Abend. |
Hochkarätige Spielleute
Zur Begleitung der stimmstarken
Helden reisen Spielleute aus aller Herren Länder an: Dolores
Rauter (Harfe), Claudia Heidl (Rauschpfeife, Chalumeau, Rahmentrommel,
Flöten), Dagmar Jahn (Flöten, Cornamuse), Ursel Peters
(Cister), Susanne Schmidt (Glockenspiel, Percussion), Gerda Weinreich
(Minnesängerharfe, Schellentrommel, Glockenspiel), Lothar Jahn
(Dommel, Cister, Gitarrenlaute), Peter Imanuel Krafft (Flöten,
Cornamuse), Jan-Marcus Lapp (Drehleier) und Jakob Hegner (Percussion).
Die Veranstaltung stand erneut unter Leitung von Dr. Lothar Jahn,
Kulturmanager, Chef des Musiktheaters Dingo und Begründer der
Internetplattform www.minnesang.com.
Die neue CD
Zum Minneturnier erscheint beim Label
"Heckenreiter" die neue CD "Falken, Lerchen, Nachtigallen" -
präsentiert von www.minnesang.com und Burg Falkenstein. Mit dabei
sind alle Interpreten des 3. Minneturniers sowie weitere namhafte
Künstler der Mittelalterszene. Zu hören sind Lieder aus der
Zeit des Minnesangs rund um "wîp unde vederspil" in höchst
abwechslungsreicher Interpretation.
TITEL UND INTERPRETEN:
1. Der Weckruf (Wizlaw von Rügen)- Musiktheater Dingo; 2.
Falkenlied (Der Kürenberger) - Hans Hegner; 3. Under der linden
(Walther von der Vogelweide) - Michael Hoffkamp; 4. Das Lied von
der Schwalbe (Heinrich von Morungen) - Holger Schäfer; 5.
Der meie ist komen gar wunneclich (Reinmar von Brennenberg) - Frank
Wunderlich; 6. Wê warumbe (Ulrich von Liechtenstein) -
Thomas Schallaböck; 7. Fröut iuch der vil lieben zît
(Otto zum Turn) - Christoph Mächler; 8. Sinc an, guldin huon
(Neidhart) - Wünnespil; 9. Der eitle Gockel (Neidhart) - Gisbert
Ostermann; 10. Der Fuchs und der Rabe (Der Kanzler) - Olaf Casalich;
11. Falkenlied-Parodie (Mönch von Salzburg) - Dulamans
Vröudenton; 12. Der Vogel Krappaney (Hermann Dahmen) - Vinkoop;
13. Lerchenlied (Bernart de Ventadorn) - Knud Seckel; 14.Der vogele
schal (Walther von der Vogelweide) - Jochen Faulhammer; 15.
Winterklage (Reinmar von Hagenau) - Wilfried Staufenbiel; 16.
Under den Linden (Walther von der Vogelweide/Carmina Burana) - Marcus
van Langen; 17. Falkentraum (aus dem Nibelungenlied) - Meister
Frauenlob; 18. Lerchenlied (Ausklang) (Bernart de Ventadorn) - Dagmar
Jahn
Die CD kann zum Preis von 15 Euro plus 3 Euro Versand hier bestellt werden.
Zur Erinnerung
Beim Falkensteiner Minneturnier 2007 gewannen Frank Wunderlich
(Hauptpreis) und Mino, der Barde (Publikumspreis). In einer
Vorausscheidung wurde Volker Wysk als bester Sänger aus
Sachsen-Anhalt gekürt.
Beim Falkensteiner Minneturnier 2006 ging der Hauptpreis an Jochen Faulhammer, den Publikumspreis erhielt Michael Hoffkamp.
Pressespiegel zum 2. Minneturnier
2007
Magister Rother: Vorankündigung April 2007
Mittelalter Online Rückblick August 2007
Geolino-Interview mit dem Publikumssieger September 2007
>> Hier findet sich die Fotogalerie der Musikwissenschaftlerin Sandra Martini zum 2. Minneturnier
Pressespiegel zum 1. Minneturnier
2006
Rückblick in Karfunkel, S. 1
Rückblick in Karfunkel, S. 2
Alte
Musik Mai 2006
Volksstimme
Magdeburg 12.7.06
Karfunkel
Online 4.7.06
Schlitzer
Bote 6.7.06
Mitteldeutsche
Zeitung Aschersleben 17.7.06
HNA Fritzlar-Homberg
18.7.06
Schlitzer
Bote 18.7.06