FANFARENKLANG UND MINNESANG
Die höfischen Instrumente des Mittelalters
Von Knud Seckel
Die höfische Kultur des
Mittelalters ist undenkbar ohne Instrumente und Gesang. Zu allen Ereignissen am
Hof wurde Musik zur Unterhaltung und Untermalung benötigt (Hochzeit, Turnier, Begräbnisse,
Empfänge, Bankette, etc.). Interessant hierbei ist dabei sicherlich die Frage
was gespielt wurde. Hierzu gibt es unzählige Handschriften mit Texten,
teilweise ohne oder mit Neumen (frühe Notationsform) teilweise auch schon mit
Noten auf Linien unterlegt.
Wer spielte wie?
Auf welchen Instrumenten und in welcher Art und Weise spielte
man? Wer spielte mit wem in welcher Besetzung? Das sind Betrachtungen,
bei denen wir auf Bilder, Skulpturen und Berichte über das
Musizieren angewiesen sind. Diese Fragen sind von ganz hervorragender
Bedeutung, da Liedtexte und Noten (bzw. Neumen) nur eine vage
Vorstellung der Musik im Mittelalter geben können. Eine
Annäherung an die höfische Musik des Mittelalters kann nur
über diese Fragen gelingen. Richten wir somit unseren Blick auf
die Instrumente und deren Spieler, insbesondere deren Lebens- und
Erlebnisräume.
Erste Blüte der höfischen Instrumente
Die Hofhaltung in Deutschland im 12./13.Jh. steht unter einem lichten
Stern. Von Frankreich kommend nehmen die feinen Sitten und
Gebräuche auch diesseits des Rheines an Beliebtheit zu. Heldenepen
(z.B. Nibelungenlied, Parzifal), Dichtungen (z.B. Erec und Iwein,
Tristan und Isolde) und der Minnesang feiern ihren Siegeszug an den
deutschen Höfen. Große Feste (z.B. Mainzer Hoftag 1184 unter
König Barbarossa mit der Schwertleite seiner Söhne) werden
abgehalten.
Zu solchen Gelegenheiten treffen sich unterschiedliche Künstler am
Hofe, manche als rein höfische Musiker, wie die Minnesänger,
meist von adeliger Abstammung oder Ministeriale, demgegenüber die
Spielleute, die von der Strasse, den Märkten und den
Wirtshäusern bis hin zu den Tafeln bei Hofe auftreten. Sie alle
spielen eine wichtige Rolle in der Unterhaltung bei Hof.
Die Minnesänger treten meist als Solist oder auch von einem
anderen Musiker begleitet auf, selten aber mit mehr als zwei Personen
(Da es Musik ist, für die bezahlt wird, können sich wenige
größere Ensembles leisten). Nur bei großen Festen und
reichen Höfen treffen wir daher mehrere Minnesänger
gleichzeitig an. Wie im Falle des Mainzer Hoftages kommen auch viele
Spielleute zusammen, in der Hoffnung ein Geschenk oder Gabe zu erhalten.
Als Musiker bei Hofe muss man, wie in mittelhochdeutschen Quellen zu
lesen, nicht immer nur Loblieder, sondern im rechten Moment auch
Spottverse verfassen können:
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„ich was ein höfscher
spîlman und kunde genuoge höfscheit unde vuoge: sprechen unde swîgen, lîren
unde gîgen, harpfen und rotten, schimpfen unde spotten“. „Ich war ein höfischer Spielmann und
konnte höfische Sitten und Wohlanständigkeit: sprechen und schweigen, leiern
und geigen, Harfe und Rotta spielen, schimpfen und spotten“(Gottfried von
Strassburg, Tristan und Isolde
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Höfische Instrumente
Die Verwendung von Musikinstrumenten lässt sich ausser in
Literaturzitaten (siehe Kasten) auch durch Bildnachweise belegen. Es
gibt im Hohen Mittelalter Instrumente, die als rein höfische
Instrumente angesehen werden. Hierzu zählen die Harfe, die Laute,
das Portativ, der Psalter, die Rotta – demgegenüber gelten andere
Instrumente als nicht nur höfisch. Hierzu zählen der
Dudelsack, die Drehleier, Schalmei, Flöte, Trommel, Fidel. Es gibt
interessanterweise kein Instrument welches nicht auch bei Hofe
erklingt. Dies zeigt das Spielleute ein vielfach sehr unterschiedliches
Publikum bedienen - genauso wie sie auf den Märkten und Strassen
daheim sind, sucht auch immer wieder die höfische Gesellschaft
ihre Nähe, da sie Spiel, Spass und Unterhaltung garantieren.
Obwohl sie bei Hofe verachtet werden, will man dennoch nicht auf ihre
Unterhaltung verzichten. (Das Gleiche gilt übrigens auch für
die Klöster...)
Der Orient in den Instrumenten
Instrumente aus der Zeit des Mittelalters sind so gut wie keine
erhalten geblieben, dennoch geben die wenigen Funde Aufschluss
über die Verwendung von Hölzern und anderen Materialien,
Bautechnik und Form.
Um die Spielweise zu rekonstruieren nimmt man heute vielfach Anleihen
an den Spielweisen anderer ethnischer Kulturen. In diesen ist ein Teil
der Musizierpraxis erhalten geblieben, die im westlichem
Musikverständnis verloren gegangen ist. Viele Instrumente kommen
aus der islamischen Hemisphäre und werden im Hohen Mittelalter bei
uns heimisch. Eine wichtige Rolle hierbei spielt sicherlich die
iberische Halbinsel, in deren Norden christliche und islamische Welt
aufeinandertreffen. Die Kurzhalslaute (arab. Al Ud), der Dudelsack,
diverse Trommeln (Derbouka, etc.), der Rebec (arab. Rubab), und weitere
Instrumente hatten durch den kulturellen Austausch mit dem Islam an den
christlichen Höfen Europas Eingang gefunden. Dieser über
mehrere Jahrhunderte währende Austausch führt zu einem
grundlegenden Wandel im Verständnis von Musik und dem darauf
gesungenen Repertoire. Hierbei seien vor allem die Einflüsse im
Bereich der Liebesdichtung, dem Minnesang, zu erwähnen, der ab dem
späten 11.Jh. seinen Siegeszug über Südfrankreich nach
Deutschland antritt, wo er eine große Verbreitung an den
Höfen findet.
Beliebte Instrumente
Das typische Instrument der Minnesänger ist die Harfe, die Lang-
und Kurzhalslaute, das Rebec und auch die Drehleier. Im Hohen
Mittelalter dienen die Instrumente in der Regel zur Begleitung und
Umspielung von Melodien, die von einem Sänger vorgetragen werden.
Die Spielleute treten zumeist mit lauten Instrumenten wie Dudelsack,
Platerspiel, Schalmei, Trommel und Flöten auf. Da sie aber auch
Lieder singen, begleiten sie sich hierbei eben auch mit
Streichinstrumenten wie Fidel und Drehleier.
Musik ohne Bass
Zur Ausbildung einer eigenständigen Instrumentalmusik kommt
es erst am Ende des Mittelalters. Das Klangspektrum der Instrumente
liegt im mittleren bis oberen Frequenzbereich, da Bassinstrumente kaum
gebaut werden können. Die Saiten werden aus Därmen gedreht,
wobei die umsponnenen, dickeren und dadurch auch tieferen Saiten erst
im 16.Jh. aufkommen. Andererseits sind lange und große
Instrumente auch schwierig in der Fertigung. Den Bereich der tiefen
Töne übernehmen im Mittelalter die Schlaginstrumente. Eine
Ausnahme bildet sicherlich der Trumscheit (auch: Nonnentrompete), ein
Streichinstrument mit langem Korpus, dessen Saite über einen
Schnarrsteg geführt wird.
Solomusiker bei Hofe hatten an Bassinstrumenten ohnehin keinen
großen Bedarf, da Transport und Verwendungsmöglichkeit
unkompliziert sein mussten.
Die Instrumente lassen sich nach der Tonerzeugung unterscheiden:
Streichinstrumente (mit Bogen):
Fidel, Rebec, Symphonia (“Drehleier”), Trumscheit (“Nonnentrompete”)
Zupfinstrumente (mit Plektrum oder Federkiel):
Langhalslaute, Kurzhalslaute, Psalter, Guiterne, Rotta, Citole, Harfe
Blasinstrumente:
Über Labium angeblasen: Flöte, Portativ, Querflöte („Schwegel“)
Über Mundstück angeblasen: Fanfare, Zugtrompete
Über Rohrblätter angeblasen: Dudelsack, Platerspiel, Schalmei, Rauschpfeife
Schlaginstrumente:
Glockenspiel, Gong, Rahmentrommel, Derbouka, Tambourin
Waren mehrere Musiker zusammen suchte man den Klang verschiedener
Tonerzeugungen zu verschmelzen, den sogenannten „Spaltklang“ zu
erzeugen, d.h. Instrumente verschiedener Klangerzeugung miteinander zu
kombinieren (z.B: Schalmei, Fidel, Psalter und Tambourin)
Instrumente in Bildern
Über die Verwendung eines Instrumentariums bei Hofe geben uns die
Bilder in Handschriften vielfach Aufschluss. In biblischen
Darstellungen spielt die Symbolik der Musikinstrumente ausserdem eine
Rolle, weshalb die Bilder auch vor diesem Hintergrund zu lesen sind. In
der nachfolgenden Darstellung sind es die vier Instrumente,die die Zahl
vier betonen, die gespielt werden (Vier Elemente: d.h.: Fidel=Erde,
Drehleier=Wasser, Harfe=Feuer und Psalter=Luft). Ebenso kann man auch
die vier Evangelisten darin sehen, oder die vier Himmelsrichtungen.
Quelle BL7 Harley 1527
Vier Musiker spielen an einer Tafel auf, v.l.n.r.: Fidel, Drehleier, Harfe, Psalter;
Bible moralisée, Ende 13.Jh.
Im Folgenden nun einige wichtige Instrumente des Höfischen
Mittelalters: Eine reiche Quelle von Spieler- Instrumentendarstellungen
im Hohen Mittelalter bieten die „Cantigas de Santa María“, eine
Handschrift mit Marienliedern des Alfonso X el Sabio im 13.Jh. aus
Spanien.
Zwei Spieler der Symphonia (Drehleier), Spanien 13.Jh.
Die Symphonia ist der Vorläufer der Drehleier, diatonisch
gestimmt, d.h. mit einer Tonleiter versehen und mit einem oder mehreren
Bordunen (mitschwingende Haltetöne) ausgestattet. Auffallend ist
hier die Tonsur des linken Spielers (ein Mönch?) und die Kappe des
rechten Spielers. Dies weist auf die Verwendung der Drehleier im
religiösen wie weltlichen Bereich hin, zur Unterstützung des
Gesanges.
Spieler von Rebec und Kurzhalslaute, Spanien 13.Jh.
Das Rebec ist der Vorläufer der Fidel, aus der später die
Geige hervorgehen sollte. Es wird hier, wie heute noch in Nordafrika
üblich, auf dem Knie stehend gespielt. Dabei wird das Rebec leicht
hin- und hergedreht, während der Bogen streicht. Auch die
Kurzhalslaute findet ihren Ursprung im Nahen Osten als das Oud (arab.:
„das Holz“). Aus ihr entwickelt sich die Knickhalslaute und später
über Umwege die Gitarre.

Harfenspieler, als Juden dargestellt, Spanien 13.Jh.
Die Trichterhüte ( ein Merkmal für Juden ) sollen an die
jüdische Herkunft des König Davids erinnern, der häufig
mit Harfe in bibl. Darstellungen auftritt. Die Harfe hat im Hohen
Mittelalter erst 15 später 22 Saiten, diatonisch in einer Tonart
gestimmt und ist dabei meist mit Darmsaiten bespannt.
Zwei Musiker mit Querflöte ( mhd.: pfîfe ), Spanien 13.Jh.
Sie wurde bevorzugt mit Trommel zusammen gespielt, ihre Herkunft liegt
in Asien, von wo sie über den nahen Osten im 12.Jh. in
Mitteleuropa Einzug fand. Später wird sie in kleiner Form zu einem
Instrument der Stadtpfeifer in den Städten. (Bekannt auch heute
noch in der allemannischen Fastnacht).
Zwei Spieler von Blockflöten, Spanien 13.Jh.
Interessant ist hier die Art der Spielweise, da jeder der beiden
Musiker zwei Flöten gleichzeitig spielt. Dies lässt auf die
Art der Musikinterpretation schliessen, wonach sicherlich
zweistimmig gespielt wird. Hierbei kann die eine Flöte die
Haltetöne, die andere die Melodie spielen oder manchmal aber auch
zwei eigenständige Stimmen miteinander.
Zwei Spieler mit Platerspiel (von mhd. Plater = Blase, meist Schweinsblase), Spanien 13.Jh.
Ähnlich wie der Dudelsack erzeugt das Platerspiel einen
ununterbrochenen Ton, jedoch ohne Bordune (liegender Dauerton). In der
Spielpfeife steckt eine einfach aufschlagende Zunge, weshalb der Ton
nicht so strahlend und laut wie beim Dudelsack ist. Der Spieler muss
während des Spielens Luft in die Blase nachblasen, welche dann
unter Druck die Luft gleichmässig durch die Spielpfeife entweichen
lässt.
Dudelsackspieler, Spanien 13.Jh.
Eines der bekanntesten Instrumente des Mittelalters, in
vielfältiger Form in Europa bekannt. Die nach hinten weisenden
Pfeifen sind die sogenannten Bordune, welche einen stetig
unveränderbaren Dauerton erzeugen. Auf diesen wird die nach vorne
weisende Spielpfeife gestimmt, welche die Melodie spielt. Sein
durchdringender Klang macht den Dudelsack als Soloinstrument bei
Spielleuten sehr beliebt, er wird auch vielfach in der Tanzmusik
eingesetzt.
Schalmeispieler und Trommlerin, Spanien 13.Jh.
Die Schalmei und die Derbouka sind Instrumente, welche aus dem Nahen
Osten in Mitteleuropa Einzug fanden und gerne mit Dudelsack zusammen
gespielt werden. Der Ton der Schalmei wird durch ein Doppelrohrblatt
erzeugt (ähnlich der Spielpfeife im Dudelsack).
Die Trommlerin spielt eine Derbouka, hier auf der Schulter liegend,
verbreitet sind aber auch Spielweisen auf dem Oberschenkel liegend.
Spieler von Einhandflöte und Trommel, Spanien 13.Jh.
Eine beliebte Kombination stellen diese beiden Instrumente dar. Die
Melodie wird dabei von einer Einhandflöte gespielt, welche in der
Regel drei Löcher aufweist (zwei Finger- und ein Daumenloch).
Durch Überblasen wird die Melodie erzeugt, begleitet von einer
Trommel, mit einem Schlegel gespielt. Von den Spielleuten häufig
für Tanzmusik verwendet.
Spieler von Portativ, Spanien 13.Jh.
Die linke Hand betätigt einen Blasebalg, welcher die Luft durch
die Orgelpfeifen bläst. Die rechte Hand spielt dabei die Melodie.
Das Portativ wurde in geistlicher und weltlicher Musik verwendet, meist
zur Unterstützung der Gesangsstimme. Es konnte auch mehrstimmig
gespielt werden oft mit einem liegenden Halteton unterlegt
(Bordun-Praxis).
Die Verwendung der Instrumente bei Hofe
– ein fiktiver Bericht:
Etliche Spielleute waren von einem der großen Höfe des
Reiches ausgeschickt, um die Vermählung der Tochter des
Grafen anzukündigen. Die Spielleute mit Dudelsäcken und
Trommeln ausgestattet sammeln die Leute auf den Plätzen der
Dörfer und Städte um ausser der Bekanntgabe auch mit ihren
eigenen Lieder und Spässe zu unterhalten. Um die
angekündigten Tage herum sammeln sich immer mehr Spielleute und
Minnesänger am Hof, die sich die Zeit des Wartens mit Musizieren
in kleinen Gruppen, meist unterschiedlicher Instrumente vertreiben.
Eine Gruppe mit Kurzhalslaute, Fidel, Flöte und Trommel fällt
dabei dem Hausherrn auf und er lädt sie für den
darauffolgenden Abend auf das Bankett ein.
Die Vermählung der Tochter am nächsten Tag in der Kirche wird
begleitet von Fanfarenbläsern und einem Portativspieler, die extra
hierfür engagiert wurden. Auch am Abend sind sie für den
Rahmen des Banketts verantwortlich, den sie feierlich eröffnen und
die Gänge umrahmen. Nachdem die Tafel aufgetragen ist und die
Speisen gereicht sind tritt ein Ehrengast vor, der anfängt auf
einer Harfe Ausschnitte des Nibelungenliedes zu singen. Er untermalt
geschickt mit den Klängen der Saiten die Stärke Siegfrieds
und die Schönheit seiner Gemahlin Kriemhild. Vom heldenhaften Ende
erzählt er heute noch nichts, das spart er sich für die
folgenden Tage auf. Danach treten Spielleute vor. Mit Sackpfeifen,
Schalmeien und Trommeln unterhalten sie die Gesellschaft. Der Hausherr
lässt sie eine Zeit gewähren, ehe er sie wieder hinausschickt
und einen der anwesenden Gäste, einen Ministerialen auffordert
seine Kunst der Ehrendame des Abends zu erweisen. Er lässt sich
eine Fidel reichen und umspielt erst eine Melodie, bevor er
anfängt sein Minnelied zu singen, welches er ganz gezielt auf die
Tochter des Hausherrn zugeschnitten hat. Mit Geschick und klarer Linie
in Melodie und Strophe nimmt er nicht nur die Dame für sich ein,
sondern bekommt auch die anerkennende Zustimmung der Gesellschaft. Der
Hausherr bittet nun die vortags eingeladenen Spielleute sich
dazuzugesellen, und so begleiten sie den Minnesänger in einem sehr
einfach gehaltenen Gesangsvortrag noch einmal, indem sie über
seine Melodie improvisieren.
Zwischen zwei Gängen tritt ein Einhandflötenspieler auf, der
die Gesellschaft zum Reigen anführt, er selber vorweg mit
Flöte und Trommel schreitend. Nach dem Hauptgang der wieder von
Fanfarenklängen angekündigt wird, treten nochmal die
Spielleute mit Dudelsack und Trommel auf, diesesmal sogar von einer
Tänzerin unterstützt.
Der Abend wird lang, doch die Gastgeber haben sich beizeiten
zurückgezogen, denn morgen wollen sie früh mit den
Ehrengästen auf die Jagd.
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(Der Artikel erschien ursprünglich in Pax et Gaudium 23/2006)
| ZUM AUTOR
Knud Seckel ist bekannt durch Ensembles für Frühe Musik (Trecento, Wünnespîl, Minnesangs Fruehling,
als Solist und Gast, z.B. Wildwuchs). Er studierte Kunstgeschichte, Romanistik
und Musikwissenschaft in Heidelberg, Grenoble (F) und Sevilla (E). Sein
besonderer Schwerpunkt ist die Musik und Lyrik des höfischen Mittelalters
mit deren außereuropäischen Einflüssen aus der islamischen
und jüdischen Kultur.
Die CD „ich zôch mir einen falken“ von
„Minnesangs
Fruehling“ zeichnet anhand von Liedern der Troubadoure, Trouvères
und Minnesänger den Weg der Minnelieder von der iberischen Halbinsel
in den deutschen Sprachraum nach. Knud Seckel war Teilnehmer beim Minnesänger-Wettstreit
2005 auf Burg Falkenstein und 2008 in Spangenberg (dort gewann er beide Preise). |

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>>> Literaturtipp:
Gülke, Peter; Die Musik in der Welt des Mittelalters, Verlag Laaber 1998