Karfunkel
und www.minnesang.com
präsentierten:

 

MINNESÄNGER-
WETTSTREIT

2007

"Walther von der Vogelweide"

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Fotos: Sandra Martini, Kristin Weber und Reinhard Heubner

Schloss Spangenberg 
Kultursommer


Petrus muss ein Freund des Minnesanges sein. Denn zum alljährlichen deutschlandweiten Minnesänger-Wettstreit, der in diesem Jahr zum dritten Mal begangen wurde, bescherte er dem Spangenberger Schloss am 25.August den lauesten Abend des gesamten Sommers. Abgeregnet hatte es sich am Nachmittag, so dass die Sänger bei ihrer Generalprobe in den Rittersaal flüchten mussten.

Der Veranstalter, das stumerpobte Team des
Kultursommer Nordhessen um Intendantin Maren Matthes, behielt aber die Nerven und holte gegen 17 Uhr beim Wetteramt eine "hundertprozentige" Zusage ein, dass es regenfrei bleiben würde. So konnte die Abschlussveranstaltung des Kultursommers im malerischen Innenhof des Schlosses stattfinden, der sich schnell füllte.

Vor großem Publikum und einer aufmerksam lauschenden Burgherrin des Abends (Dr. Ulrike Schnell vom Kultursommer-Vorstand) ließen dann die sieben Sänger des Abends ihre völlig unterschiedlichen Stimmen erschallen. Die Vielfalt der Interpretationsformen machte den besonderen Reiz des Abends aus, obwohl ausschließlich Lieder des größten Deutschen Minnesängers Walther von der Vogelweide zu hören waren. Wilfried Staufenbiel sang mit dramatischem Bass, Marcus van Langen mit rauer Rock-Röhre; Reinhold Schmidt führte Walthers freches Mundwerk vor, der Salzburger Thomas Schallaböck ließ ihn granteln wie einen Vorfahren Qualtingers, Hans Hegner deklamierte, Frank Wunderlich psalmodierte, Knud Seckel tirilierte: Das Werk Walthers hat eben viele Facetten - und ist, darin liegt die Meisterschaft des Dichters, trotzdem aus einem Guss.

Ähnlich vielseitig zeigte sich das kleine "Mittelalter-Orchester", das Dr. Lothar Jahn für diesen Abend zusammengestellt hatte: Da gab es viele reizvolle Kombinationen vom Harfen-Duett über Bordune von Sackpfeife, Leier und Fidel und liebliche Flöten- und Lautenklänge bis hin zum Tutti mit vollem Schlagwerk, Gebläse und Chorgesang. Die große Individualität der Sänger wurde so auch durch die Begleitung unterstrichen, was sich im mächtigen Palästinalied-Finale, bei dem jeder Sänger seine Strophe bekam, noch einmal in verdichteter Form zeigte.

Knud Seckel, Preis

In der Auszählpause präsentierten die Vorjahressieger Michael Hoffkamp und Jochen Faulhammer ebenfalls ihr Können, bis das Ergebnis feststand. Das Publikum und die Burgherrin waren sich einig: Sieger des Abends war "die Nachtigall vom Neckartal" Knud Seckel aus Alsbach. Nach einem weiteren Kreuzzugslied ließ er noch einmal Walthers "Under der linden" ertönen, das in eine rhythmisch mitreißende Version des Troubadourliedes "En mai" mündete, das Walther einst zu seinem Meisterwerk inspiriert hatte. Durch den Abend führte souverän Peter Will als besserwisserischer Criticus Frauenlob, dem der Henker Stempfel (Bernd Bonnet) zur Seite stand. Trotz dreistündiger Dauer genoss das Publikum den Abend sichtlich und bedankte sich mit mehr als zehn Minuten Beifall.

Am Vorabend des Spektakels gab es eine ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Einführung in Walthers Werk durch den bekannten Musiker und Rezitator Karsten Wolfewicz. Rund um die Veranstaltung gab der Verein "Die Dorrenberger zu Suntraha" das ganze Wochenende lang einen Einblick in den Alltag zu Walthers Zeiten.  Die Veranstaltung, die vom Mittelaltermagazin Karfunkel präsentiert wird, soll nächstes Jahr auf der Clingenburg in Klingenberg am Main stattfinden.



DER STRAHLENDE SIEGER


KNUD SECKEL

"Die große Fülle seiner Poesie zwischen lyrischem, innigem Minnelied und seiner drastischen politischen Dichtung und Philosophie bildet die ganze Spannbreite mittelalterlicher weltlicher Literatur ab."

Knud SeckelSeit 1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit früher Musik. Von 1994 - 2000 studiert er Romanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Heidelberg. Sein Interesse gilt dem Mittelhochdeutschen und den Sprachen Südwesteuropas, deren Kenntnisse er durch längere Studienaufenthalte in Grenoble und Sevilla vertieft. Er ist Mitbegründer der Formation "Wildwuchs" im Jahre 1991 und des "Ensemble Trecento" im Jahre 1994. Im gleichen Jahr beginnt die Mitwirkung bei der Gruppe "Wünnespil", die 2001 endet.  Seit 2001 tritt er im Rahmen von Museumsveranstaltungen und Events als Minnesänger und Erzähler auf. Er ist seit 2002 Leiter des Musikensembles "Minnesangs Fruehling" und im Mai 2003 erscheint die erste Solo-CD "ich zôch mir einen falken". Er war Teilnehmer am ersten Minnesänger-Wettstreit auf Burg Falkenstein in Bayern und verkörperte beim Sängerkriegs-Event auf der Wartburg 2006 den Herausforderer Heinrich von Ofterdingen. In Spangenberg sang er "Diu welt was gelf" und Walthers Lindenlied.
 

Kontakt: www.minne-saenger.de


DIE ANDEREN AKTEURE


FRANK WUNDERLICH

"Walthers Schaffen fasziniert mich seit meiner Schulzeit.  Gerne singe ich das Lindenlied oder das theologisch kunstvoll gestaltete Palästinalied und besuche bei jeder Gelegenheit in Würzburg seine Gedenkstätte imLusamgärtchen."

Frank WunderlichFrank S. Wunderlich (*1960 in Gießen) studierte Philosophie, Musikwissenschaft und Theologie in Frankfurt/Main und Würzburg. 1986 legte er sein Diplom in Kath. Theologie ab. Er lebt seit 1988 am Untermain (Großheubach, jetzt in Lützelbach), war 1995 Mitbegründer der Gruppe "Vogelfrey und unvuortzaget". Seit 2001 spielt er in den Ensembles "Bluomenrot" und "Vrouwenheide". 2002 veröffentlichte er den Liederzyklus' des Minnesängers Von Obernburg (13. Jh.) "Ich wil wol von wibes gvete", 2004 gab er eine Liederauswahl aus dem "Schedelschen Liederbuch" (15. Jh.) heraus,  2006 folgten Minnelieder des Reinmar von Brennenberg (13. Jh.). Er wirkte bei diversen Einspielungen mittelalterlicher Musik mit und wurde 2005 auf Burg Falkenstein in Bayern zum "Minnesänger des Jahres" gekürt. Auch beim 2. Falkensteiner Minneturnier im August 2007 im Ostharz eroberte er das Herz der Burgherrin. In Spangenberg sang er "Herre Babest" und "Fro Welt".

Kontakt:  www.minnesang.com/frank-wunderlich.htm



WILFRIED STAUFENBIEL

"Mit Walther preise ich gern das wundervoll erschaff'ne Weib, diese Krone der Schöpfung."

Wilfried StaufenbielWilfried Staufenbiel kommt aus Schönow in Brandenburg nach Spangenberg gereist. Er studierte zunächst Cello, später Gesang in Leipzig und Berlin. Er singt jahrelang beim Rundfunkchor Berlin und ist in vielen musikalischen Bereichen von der Klassik bis zum Jazz aktiv. Die Musik des Mittelalters fasziniert ihn besonders. Mit dem Ensemble "musica mensurata" war er u.a. auch beim Wettbewerb für Alte Musik in Brügge zu hören, in Spelunken und auf Märkten bot er Minnesang und Mönchsgeschichten dar und spielte seine Fidel. Beim letzten Minnesängerwettstreit beeindruckte mit der Winterklage des Reinmar von Hagenau. Im Herbst 2006 war er in Berlin mit der Gruppe Collage in einer Inszenierung des "Roman de Fauvel" aus dem 14. Jahrhundert zu erleben. In seiner Heimat Schönow betreibt der beeindruckende Bass eine "Galerie im Hühnerstall". In Spangenberg sang er Walthers berühmte Reichsklage und pries das "wundervoll erschaff'ne Weib".

Kontakt:  www.wilfried-staufenbiel.de



MARCUS VAN LANGEN

"Walther war ein stürmischer Revolutionär, der scharfe Töne anschlug - er beschäftigte sich mit Moral, Politik und anderen greifbaren Dingen des Lebens wie kein anderer vor ihm!"

Marcus van LangenMarcus van Langen ist der singende Hexenmeister und gilt als enfant terrible der Mittelalterszene. Wie kein anderer verkörpert er das Bild des mit allen Wassern gewaschen mittelalterlichen Spielmanns. Man erzählt sich viele Geschichten über ihn und einige sind sogar wahr! Er sieht seine Berufung darin,  die Damenwelt zu betören und die  Männer zu heftigen Trinkgelagen zu verführen.  Mit seiner Formation "Des Teufels Lockvögel" bietet er akustische Mittelaltermystik, mal sanft und verträumt, dann wieder mit brachialen archaischen Rhytmen. Als Frontmann der Gothic-Rock-Truppe "van Langen" quält der "Gottseibeiuns der Mittelalterszene", wie ihn der viel gereiste Magister Rother nennt, seine Stimmbänder und die elektrische Gitarre. Er ist Initiator des Palästinalied-Benefiz-Projektes, an dem sich 20 Interpreten der Mittelalterszene beteiligten, und wurde 2005 Publikumssieger beim Sängerwettstreit auf Burg Falkenstein in Bayern. In Spangenberg sang er das berühmte "Ouwe" zur Melodie von Ougenweide und Walthers garstige Schelte des Herren Volknand.

Kontakt: www.vanlangen.de


HANS HEGNER

"An Walther fasziniert mich der persönliche Ausdruck eines eigensinnigen Kopfes und manches Zeitlose, das uns heute noch das Herz berührt."

Hans HegnerHans Hegner aus Berlin tritt schon seit über 20 Jahren als Sänger und Instrumentalist mit mittelalterlicher Lyrik auf. Er studierte Ältere Germanistik und Vergleichende Sprachwissenschaft in Berlin und Salzburg. Die wissenschaftliche Arbeit an Text und Übersetzung, Kenntnis der handschriftlichen Quellen und der mittelalterlichen Notenschrift bilden das Fundament seiner Interpretation.  Neben Solo-Auftitten singt und spielt Hans Hegner seit 1989 auch gemeinsam mit Ursel Peters im Folk-Duo "Fundevogel". Seit 1996 ist er Miglied bei "Collage - Forum für frühe Musik Berlin" und wirkte auch bei der Produktion "Roman de Fauvel" 2006 mit. Seit 2002 macht er mit der Gruppe "Vinkoop" Musik "im Fahrwasser der Hanse". Seit 2002 wirkt er auch beim großen Sängerwettstreit auf der Wartburg mit. In Spangenberg sang er Walthers bissige Anklage des Pferdemörders "Gerhard Atze" und das Liebeslied "Wol mich der stunde".

Kontakt: www.hanshegner.de


THOMAS SCHALLABÖCK

"Walther besingt ein einfaches Mädchen, denn nicht Reichtum oder äußere Schönheit machen liebenswert..."

Thomas SchallaböckThomas M. Schallaböck gehört zu den Gründungsmitgliedern des bekannten Salzburger Mittelalterensembles "Dulamans Vröudenton". Das Interesse für Musik entstand bereits in früher Kindheit, in Teenagerjahren beeindruckte ihn die Musik von Folk-Größen wie Pentangle, Ougenweide und Steeleye Span  Mit dem Kauf einer Okarina begann das autodidaktische Studium vieler alter Instrumente. Ab 1981 studierte er Theologie und Germanistik, wobei er sich auf das Mittelalter spezialisierte. Ein Jahr später gründete er "Dulamans Vröudenton" - eine Gruppe, die unzählige Auftritte absolvierte und Tausende von Tonträgern verkaufte, darunter die mit viel Kritikerlob bedachten Alben "Minnesänger in Österreich" und "Sinnliches Mittelalter". Weitere Ensembles sind "Duo Zwieclanc" und "Duo Allerley Klangk - Allerley Gesangk". Ab 1985 tritt Schallaböck auch solo als "Bänkelthomas " auf. Hauptberuflich arbeitet er als Religionspädagoge. Man kennt ihn auch als Radiomoderator beim ORF, als künstlerischen Leiter des "Kaiser Mittelalterfestes" und Drehleiersolist des Mozarteum-Orchesters. In Spangenberg pries er das "Herzeliebe Frowellin" und überreichte der Herrin eine Rose, im zweiten Teil beklagte er den Geiz der Möche am Tegernsee, die dem Wanderer Wasser statt Wein reichen.

Kontakt: www.altemusik.net



REINHOLD SCHMIDT

"Ihr dürft mich willkommen heißen. Was ich bringe, ist ein neuer Ton - eure längst bekannten Weisen sind nur heiße Luft. Was ist das schon?"

Reinhold SchmidtReinhold Schmidt ist erstmalig als Solist beim Minnesänger-Wettstreit dabei. Er begann seine Sangeskarriere als Chorsänger: Jahrelang wirkte er an den unterschiedlichsten Projekten meist klassischer Musik mit, seit Jahren spielt er eine maßgebliche Rolle im Kasseler Chor Con Brio, der Chorgesang mit Literatur-Rezitationen verbindet. 2001 verkörperte er erstmals Walther von der Vogelweide in der Produktion "Minne, traute Minne" des Hofgeismarer Musiktheaters Dingo. 2003 folgte die Hauptrolle im Singspiel "Wizlaw, der Verführer" - "Bariton Reinhold Schmidt ist als Wizlaw eine Idealbesetzung, einfach wunderbar" schrieb das Mittelaltermagazin "Karfunkel" anlässlich der Rügen-Tournee im selben Jahr.  Im Mysterienspiel "Elisabeth: Keine wie wir!" verkörpert er nun wieder Walther. In Spangenberg sang er Walthers Mailied "Muget ir schouwen" und "Weh dir Welt".

Kontakt per E-Mail hier.


DER RICHTER UND SEIN HENKER


Frauenlob Unbarmherzig und unbestechlich - so kennt und liebt sie das Publikum, so fürchten und hassen sie die Minnesänger: Die Rede ist vom neunmalklugen Criticus Meister Frauenlob, der genau weiß, wie ein Minnelied zu klingen hat, und vom gnadenlosen Henker Stempfel, der schon beim legendären Wartburgkrieg bereitstand, um jeden Sänger, der nicht den rechten Ton traf, seinem gerechten Schicksal zu überantworten.

Das unschlagbare Duo war auch in Spangenberg wieder dabei - Peter Will verkörperte den empfindlichen Feingeist Frauenlob (frei nach dem legendären Minnesänger Heinrich von Meißen), einen Marcel Reich-Ranicki des Mittelalters. Bernd Bonnet lieferte den Gegenpart als Handwerker des Todes, der so manches wirkungsvolle Werkzeug bereithielt. Fast hätte er diesmal alle Sänger aufhängen dürfen - doch dann beschloss man, sie lieber auf den Kreuzzug zu schicken.
Stempfel


EHRENGÄSTE MIT STIMME



Jochen Faulhammer JOCHEN FAULHAMMER (links) gewann 2006 mit seinem mächtigen Bass den Hauptpreis auf Burg Falkenstein. Er lebt in Gudensberg bei Kassel und arbeitet als hauptberuflicher Kirchenmusiker und freiberuflicher Sänger. In Spangenberg stimmte er das Palästinalied an und beeindruckte mit Meister Alexanders "Ach und weh".

MICHAEL HOFFKAMP (rechts) gewann 2006 auf der Burg im Ostharz den Publikumspreis. Er ist als "Barde Michael" im ganzen Land unterwegs und in seiner Heimatstadt Schlitz als musikalischer Stadtführer bekannt. Er trug auf Schloss Spangenberg seine Walther-Vertonung "Saget mir ieman: waz ist Minne?" vor.
Michael Hoffkamp



HOCHKARÄTIGE SPIELLEUTE


Spielleute

Aus aller Herren Länder strömten sie wieder zusammen: die Meister an Sackpfeife und Harfe, Drehleier und Fidel, Rauschpfeife und Flöte, Trommel und Laute - die besten Spielleute sind gerade gut genug, um die stimmstarken Heroen zu begleiten. Unter der musikalischen Leitung von Dr. Lothar Jahn, musizierten: Dolores Rauter (Harfe), Claudia Heidl (Rauschpfeife, Chalumeau, Rahmentrommel, Flöten), Cosima Hoffmann (Drehleier, Rahmentrommel), Ursel Peters (Cister), Susanne Schmidt (Percussion), Gerda Weinreich (Schellentrommel, Glockenspiel), Lothar Jahn (Cister, Laute), Jan-Marcus Lapp (Drehleier), Peter Rauter (Rauschpfeife, Flöten), Matthias Schallaböck (Trommel, Zimbel), Thomas Wiedemeier (Sackpfeife), Christian Zastrow (Fidel)
Spielleute


WALTHER-VORTRAG MIT WITZ UND HINTERSINN


KARSTEN WOLFEWICZ

"Walther hat damals als Sänger in etwa das selbe Gebiet bereist wie ich heute. Schon dafür gebührt ihm wegen der damaligen Reisebedingungen Hochachtung." Karsten Wolfewicz

Anno DominiDer bekannte Rezitator und Musiker Karsten Wolfewicz, maßgeblich jahrelang auch an der Sängerkriegs-Veranstaltung auf der Wartburg beteiligt und inzwischen auf der Ehrenburg tätig, kam am Vorabend des Minnesänger-Wettstreits auf Einladung des Kultursommers ebenfalls in die Region.  Er bot einen kenntnisreichen, witzigen und hintersinnigen Vortrag, um Walther von der Vogelweide und sein Schaffen vorzustellen - nicht nur mit Worten, sondern auch mit Sang und Spiel. 

Die HNA Melsungen schrieb am 27.8. zu seinem Vortrag: "Walther von der Vogelweide war oft mittendrin gewesen, zwischen all den Macht- und Intrigenspielen. Denn der Minnesänger bestach nicht nur durch eine schöne Stimme, die ihm den Ehrentitel "Nachtigall" einbrachte. Seine scharfe Zunge muss gefürchtet gewesen sein, wenn er gnadenlos ihm missliebige politische Zustände anprangerte. Wolfewicz selber erwies sich als Meister des Wortes, der temporeich und voller Witz das Leben des Minnesängers vorstellte und immer wieder durch musikalische Beiträge das Publikum erfreute. "



DIE CDs ZUM SÄNGER-WETTSTREIT


CD-Cover WaltherDie Neue: "Saget mir ieman: was ist Minne?"

Zum Minnesänger-Wettstreit erschien im "Verlag der Spielleute" eine fast 80 Minuten lange neue CD, bei der führende Interpreten der Mittelalterszene spannende neue Versionen der Lieder von Walther von der Vogelweide darbieten. Die CD wird von www.minnesang.com präsentiert. Minnelieder und Spruchgesänge sind gleichermaßen zu hören, der Schwerpunkt der Begleitung liegt auf einem historischen Instrumentarium. Zu hören sind 19 Stücke von 14 Solo-Interpreten und Gruppen. Natürlich sind alle Akteure des Minnesänger-Wettstreits mit dabei! Abwechslungsreich, spannend und mitreißend wie Walther selber!

Mehr Informationen hier.

CD-Bestellung per Mail für 15 Euro plus 3 Euro Versandpauschale hier !


Der Klassiker: "Burg Falkenstein - Minnesängerwettstreit 2005"

Falkenstein CDCD-Kritik von Magister Rother:
 
Einen möglichen Vorwurf dürfte diese Compilation auf jeden Fall schon von vornherein entkräften können: Die Vermutung nämlich, dass die achthundert Jahre alten Gesänge der Minnesänger ja doch immer identisch klingen müssten, ganz gleich, wer sie gerade intonierte. Das trifft nun auf dieser Veröffentlichung ganz und gar nicht zu. Die Ansätze sind eben äußerst vielfältig und das so oft bemühte Argument von der "Authentizität" ist bei jedem von ihnen auf sehr unterschiedliche und eigene Weise anwendbar. Hält sich Knud Seckel in des Kürenbergers "Ich zôch mir einen falken" hörbar nah am in den Quellen überlieferten Original, vergeht sich Marcus van Langen in bester singender Hexenmeistermanier und voller Verve an Neidharts "Meie din" - dabei besitzt er indessen doch den Adel des Überzeugungstäters, ergo Authentizität einer ganz eigenen Couleur. "Ach und weh", ein Text des "Wilden Alexander" wird hingegen von Jochen Faulhammer in einer hochdeutschen Übertragung vorgetragen - kontrastiert hier nun aber wieder mit historisierend tönender Produktion. Ein Überblick, ein Querschnitt durch die moderne Minnesang-Rezeption? Updates der famosen mittelalterlicher Sängerwettstreite hat es ja schon häufiger gegeben, selten aber mit so hochkarätiger Besetzung. Eine interessante Sache.

Mehr Informationen hier.

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PRESSE ZUM MINNESÄNGER-WETTSTREIT

HNA Sonderbeilage Festivalsommer Juni 2007
Karfunkel Nr. 71 August 2007 Seite 1
Karfunkel Nr. 71 August 2007 Seite 2
Ankündigung Kulturkurier (Deutschland Radio, Süddeutsche Zeitung, Klassik heute etc.) August 2007
Vorankündigung Mittelalter Online Juli 2007
HNA Melsungen 22.8.2007
HNA Interview mit Dr. Lothar Jahn 22.8.07
HNA Das ist los 23.8.2007
HNA Kultur 23.8.2007
HNA Kultur  27.8.07
HNA Melsungen Rückbericht Wolfewicz
27.8.07
Darmstädter Echo 29.8.07
Rückblick Mittelalter Online August 2007
Interview mit dem Sieger Knud Seckel auf minnesang.com
Kasseler Sonntagsblatt
2.9.07

RUNDFUNK

WDR 5 Scala 24.5.2007
Radio Meißner - 21.8.2007
HR 4 Interview Barbara Siel mit Dr. Lothar Jahn - 25.8.2007
HR 4 Rhein-Main 31.8.2007
WDR 3 Musikpassagen "Von fin amor und süßer Minne", 9.10.2007 , 15 Uhr

Der Minnesänger-Wettstreit 2008 findet am 24.5. unter dem Motto "Mayen, dein lichter Schein" auf der Clingenburg in  Klingenberg am Main statt.

Spangenberg Finale

Auch in den kommenden Jahren werden wieder Spielorte für den großen Minnesänger-Wettstreit gesucht. Interessierte Veranstalter melden sich bei Dr. Lothar Jahn unter 05671-925355 oder per Mail!