Karfunkel
und www.minnesang.com
präsentieren:

 

MINNESÄNGER-
WETTSTREIT

2010

Der Kaiserhochzeits-
Sängerstreit

Zeiskam 4.9.2010
unterstützt vom
Kultursommer Rheinland Pfalz

Tickets kosten 15 Euro, zusammen mit Festzug und Messe am 5.9. in Speyer 28 Euro. Kontakt: Kulturverein Kaiserhochzeit, Dr. Klaus Sütterlin, 06347-7408, Mail an den Veranstalter 
Kaiserhochzeit

Alljährlich messen sich die Interpreten des Minnesangs aus dem gesamten deutschen Sprachraum bei einem Minnesänger-Wettstreit, der präsentiert wird von www.minnesang.com und dem Mittelaltermagazin Karfunkel. Nachdem der Wettbewerb 2009 auf Burg Trifels begangen wurde, ist der Austragungsort diesmal wieder in Rheinland-Pfalz: Die Gemeide Zeiskam im Landkreis Germersheim und die Stadt Speyer begehen nämlich das 700. Jubiläum der "Kaiserhochzeit Anno 1310". Am 4. und 5. September sind deshalb die Minnesänger vor Ort.
Der Minnesänger-Wettstreit, der vom Musiktheater Dingo und sieben Sängern in Szene gesetzt wird, wird in der Rahmenhandlung zu Ehren des jungen Paares am Vorabend seiner Hochzeit gezeigt. 
 
Im September 1310 begegneten sich in Zeiskam in der Pfalz der vierzehnjährige Johann von Luxemburg und die vier Jahre ältere Elisabeth von Böhmen, Tochter des Minnesängers und Königs Wenzel I. von Böhmen. Es war der Vorabend ihrer Hochzeit, die am nächsten Tag im Dom zu Speyer mit großem Prunk gefeiert werden sollte. Der Sohn von Kaiser Heinrich VII.. und die Tochter des böhmnischen Königs und Minnesängers sollten ein Band zwischen West und Ost knüpfen. Johann ging in die Geschichte als Inbegriff der Ritterlichkeit im 14. Jahrhundert ein.
 
Im Rahmen des Jubiläums findet in Zeiskam am 4.9. ab 18 Uhr der "Kaiserhochzeits-Sängerstreit" statt. Der Minnesänger-Wettstreit, der vom Musiktheater Dingo und sieben Sängern in Szene gesetzt wird, wird in der Rahmenhandlung zu Ehren des jungen Paares am Vorabend seiner Hochzeit gezeigt. Zu diesem Zweck hat der Künstlerische Leiter Dr. Lothar Jahn ein Drehbuch geschrieben, bei dem Zeitgenossen des Kaiserpaares ihre Lieder darbieten. Es sind allesamt Minnesänger, die zur Zeit der Hochzeit wirklich gelebt haben, und deren Texte und z.T. auch Melodien überliefert sind. Sie werden verkörpert von bekannten Interpreten das Minnesangs aus ganz Deutschland und Österreich.
 
Erster Gratulant ist "Der wilde Alexander", laut Bild in der Manessischen Liederhandschrift ein Haudegen zu Pferde, der aber musikalisch eher die sanften Saiten anstimmt: Er wird verkörpert durch Olaf Casalich von der legendären Mittelalter-Rockgruppe Ougenweide, die in diesem Jahr ihr 40jähriges Gründungsjubiläum feiert. Ganz der innigen und zarten Liebe verpflichtet ist auch Konrad von Kirchberg, den Holger Schäfer aus Göttingen gefühlvoll in Szene setzt. Dem jungen Kaisersohn huldigt ebenso ein einflussreicher Fürst, der sich auch als Dichter und Sänger einen guten Namen gemacht hat: Wizlaw von Rügen, dargestellt durch Reinhold Schmidt aus Kassel. Er hat seinen Lehrer mitgebracht: Magister Ungelarde, Kenner des Hohen Sangs und Meister der "sehnenden Klage", verkörpert von Frank Wunderlich aus dem Odenwald.
 
Mit gespitzten Ohren hört der Sänger aus Salzburg zu: Johannes Hadlaub, verkörpert von Thomas Schallaböck, ist enger Berater der Manesse-Brüder, die in der legendären Heidelberger Liederhandschrift die Texte und Bilder der Minnesänger für die Nachwelt festhielten. Dort fand als einziger jüdischer Sänger auch Süßkind von Trimberg Einzug, verkörpert durch Hans Hegner aus Berlin: Er singt zum hohen Lob des jungen Paars Lieder über die Liebe und das Recht.
 
Als Ehrengast ist schließlich der gefeierte Sänger Regenbogen zu Gast, gespielt vom amtierenden "Minnesänger des Jahres" Knud Seckel aus Alsbach, der im letzten Jahr auf Burg Trifels den Lorbeer gewann. Begleitet werden die Sänger von einer großen Schar mittelalterlicher Musikanten. Die Minnesänger und Spielleute werden auch am Folgetag am Festzug ab 13 Uhr in Speyer teilnehmen und nach der Aufführung der Machaut-Messe durch Ordo Virtutum gegen 15 Uhr noch ein kurzes gemeinsames Konzert am Dom geben.

ZEITPLAN:
Freitag in Zeiskam: Vorabend, Einsingen der Minnesänger
Samstag in Zeiskam: ab 15 Uhr, Festspiel zur Kaiserhochzeit, abends Minnesänger-Wettstreit (ab 18.00 Uhr)
Sonntag in Speyer: 13 Uhr, Festzug, 14 Uhr Messe von Guillaume de Machaut im Dom, 15 Uhr Konzert der Minnesänger und Spielleute am Dom


DIE SÄNGER IM WETTSTREIT


DER WILDE ALEXANDER
dargestellt durch Olaf Casalich aus Hamburg

Der wahrscheinlich aus dem alemannischen Raum stammende Dichter, auch "Meister Alexander" genannt, findet sich nicht nur in der Manesse-Handschrift, wo er sich auf einem Bild als wilder Reiter im roten Gewande präsentiert, sondern auch in der Jenaer Handschrift. Er dichtete Ende des 13. Jahrhunderts, liebte Texte voller Rätsel und Bilder und verwies auf die tieftraurige Tradition des frühen Minnesangs.
Olaf CasalichDer 1947 geborene Sänger kann mit Fug und Recht behaupten, dass er der Erfinder der Kombination von Folk- und Rockmusik mit mittelalterlichen Texten ist. Der Frontman der legendären Hamburger Band "Ougenweide" brachte in den Siebziger Jahren dem staunenden Publikum die Dichtkunst eines Walther von der Vogelweide oder Neidhart von Reuenthal auf ganz neue Art nahe. Mit "Ougenweide" war er bis Mitte der 80er Jahre unermüdlich unterwegs. Es folgte eine rege Theatermusik-Tätigkeit, die Mitwirkung beim Orchester "Tuten und Blasen", ab 2008 beteiligt er sich an Minnesänger-Wettstreiten. In den 90ern gab es mit der CD "Sol" und einer Tournee eine kurze Neuformation von Ougenweide, formiert, seit 2004 gibt es sporadisch Auftritte in neuer Besetzung, darunter beim Festival Mediaval in Selb. 2010 erschien das Ougenweide-Album "Herzsprung" und ein Tribut-Sampler mit Ougenweide-Stücken, dargeboten von Musikern der heutigen Mittelalterszene.

Kontakt:  www.olaf-casalich.de


KONRAD VON KIRCHBERG
dargestellt durch Holger Schäfer aus Göttingen

Das schwäbische Geschlecht der Grafen von Kirchberg war in der Nähe von Ulm beheimatet. Der in der Manessischen Liederhandschrift ritterlich zu Pferd dargestellte Minnesänger ist wahrscheinlich Konrad II. (1275-1326). In seiner Dichtung orientiert sich Konrad von Kirchberg ganz an den Liedern aus den frühen Tagen des Hohen Sanges um den ungelohnten Dienst bei einer angebeteten Herrin.

Holger SchäferHolger Schäfer wurde 1971 in Göttingen geboren. Nach ersten Versuchen auf der Blockflöte bildete er sich bis zum Musikstudium in den unterschiedlichsten musikalischen Fächern aus: Kirchenorgel, Klavier, Chorleitung, Cembalo und Gesang. Schließlich studierte er historische Blockflöte und Cembalo an der Musikakademie Kassel. Seit einigen Jahren hat er seine Leidenschaft für das Singen und Erzählen zur Harfe entdeckt.  Es lag nahe, dass er dabei schließlich beim Minnesang landete:  "In mir erwachte die Liebe zu Geschichten und Klängen aus alter Zeit, das Eintauchen in Sehnsüchte und Unerfülltes. Mich lässt diese Art der Musik, ihre Stimmung und Magie einfach nicht mehr los." Das gilt auch fürs Publikum: Holger Schäfer wurde im Jahr 2008 auf der Clingenburg zum "Minnesänger des Jahres" gekürt und gewann auch den ersten Sängerkrieg auf Trifels.  2009 vertrat er Deutschland beim ersten Europäischen Sängerstreit.

Kontakt:  www.harfe-und-sang.de


WIZLAW VON RÜGEN
dargestellt durch Reinhold Schmidt aus Kassel

Der Minnesänger Wizlaw (1265 - 1325) ist einer der originellsten Sänger an der Wende des 13. zum 14. Jahrhunderts. Von ihm sind Minnelieder im Stil der großen Meister ebenso überliefert wie Sangsprüche voll eigenständiger Gedanken und Lieder mit deutlich erotischem Unterton. Der vielseitige Sänger soll identisch sein mit dem Fürsten Wizlaw von Rügen, der ab 1304 das Fürstentum Rügen geführt hat.

Reinhold SchmidtReinhold Schmidt begann seine Sangeskarriere als Chorsänger: Jahrelang wirkte er an den unterschiedlichsten Projekten meist klassischer Musik mit, seit Jahren spielt er eine maßgebliche Rolle im Kasseler Chor Con Brio, der Chorgesang mit Literatur-Rezitationen verbindet. 2001 verkörperte er erstmals Walther von der Vogelweide in der Produktion "Minne, traute Minne" des Hofgeismarer Musiktheaters Dingo. 2003 folgte die Hauptrolle im Singspiel "Wizlaw, der Verführer" - "Bariton Reinhold Schmidt ist als Wizlaw eine Idealbesetzung, einfach wunderbar" schrieb das Mittelaltermagazin "Karfunkel" anlässlich der Rügen-Tournee im selben Jahr.  Im Mysterienspiel "Elisabeth: Keine wie wir!" verkörperte er wieder Walther von der Vogelweide. Er war beim Minnesänger-Wettstreit 2007 in Spangenberg und schon zweimal beim Falkensteiner Minneturnier dabei.

Kontakt per E-Mail hier.


MAGISTER UNGELARDE
dargestellt durch Frank Wunderlich aus Lützelbach

Magister Ungelarde (Wende 13./14. Jh.) ist der Lehrer von Wizlaw von Rügen: Der Sänger hat den Fürstensohn mit der Kunst der Trobadors und Trouvères, sowie der deutschen Minnesänger und Sangspruchdichter vertraut gemacht. Von ihm lernte er, die Worte und die Töne recht zu setzen. Er ist in einem Dokument aus der Zeit um 1300 in Stralsund nachweisbar.
Frank WunderlichFrank S. Wunderlich (*1960 in Gießen) studierte Philosophie, Musikwissenschaft und Theologie in Frankfurt/Main und Würzburg. 1986 legte er sein Diplom in Kath. Theologie ab. Er lebt seit 1988 am Untermain (Großheubach, jetzt in Lützelbach), war 1995 Mitbegründer der Gruppe "Vogelfrey und unvuortzaget". Seit 2001 spielt er in den Ensembles "Bluomenrot" und "Vrouwenheide". 2002 veröffentlichte er den Liederzyklus' des Minnesängers Von Obernburg (13. Jh.) "Ich wil wol von wibes gvete", 2004 gab er eine Liederauswahl aus dem "Schedelschen Liederbuch" (15. Jh.) heraus,  2006 folgten Minnelieder des Reinmar von Brennenberg (13. Jh.). Er wirkte bei diversen Einspielungen mittelalterlicher Musik mit und wurde 2005 auf Burg Falkenstein in Bayern zum "Minnesänger des Jahres" gekürt. Auch beim 2. Falkensteiner Minneturnier im August 2007 im Ostharz eroberte er das Herz der Burgherrin. In Spangenberg sang er "Herre Babest" und "Fro Welt".

Kontakt:  www.minnesang.com/frank-wunderlich.htm


JOHANNES HADLAUB
dargestellt durch Thomas Schallaböck aus Salzburg

Johannes Hadlaub (ca. 1290 - ca. 1340) war ein bürgerlicher Dichter, der aber in die Fußstapfen der ritterlichen Minnesänger treten wollte. Er hatte Kontakt zu den Manesses, die seine Werke auch in die berühmte Manessische Liederhandschrift aufnahmen, deren Sammlung und Niederschrift er unterstützte. Er lebte zeitweise in Zürich.
Thomas SchallaböckThomas M. Schallaböck gehört zu den Gründungsmitgliedern des bekannten Salzburger Mittelalterensembles "Dulamans Vröudenton". Das Interesse für Musik entstand bereits in früher Kindheit, in Teenagerjahren beeindruckte ihn die Musik von Folk-Größen wie Pentangle, Ougenweide und Steeleye Span  Mit dem Kauf einer Okarina begann das autodidaktische Studium vieler alter Instrumente. Ab 1981 studierte er Theologie und Germanistik, wobei er sich auf das Mittelalter spezialisierte. Ein Jahr später gründete er "Dulamans Vröudenton" - eine Gruppe, die unzählige Auftritte absolvierte und Tausende von Tonträgern verkaufte, darunter die mit viel Kritikerlob bedachten Alben "Minnesänger in Österreich" und "Sinnliches Mittelalter". Weitere Ensembles sind "Duo Zwieclanc" und "Duo Allerley Klangk - Allerley Gesangk". Ab 1985 tritt Schallaböck auch solo als "Bänkelthomas " auf. Hauptberuflich arbeitet er als Religionspädagoge. Man kennt ihn auch als Radiomoderator beim ORF, als künstlerischen Leiter des "Kaiser Mittelalterfestes" und Drehleiersolist des Mozarteum-Orchesters. Er vertrat Österreich beim Europäischen Minnesang.-Wettstreit 2009 in Braunschweig.

Kontakt: www.altemusik.net



SÜSSKIND VON TRIMBERG
dargestellt durch Hans Hegner aus Berlin

Süßkind (Wende 13./14. Jh.) ist der einzige in der Überlieferung der Dichtung des Mittelalters bezeugte jüdische Autor. In seinem Werk verbindet sich die die  moralische Dichtung  im Stile Walthers von der Vogelweide mit Motiven aus der jüdischen Tradition. In seinen höchst eigenständigen Liedern finden sich alttestamentlarische Motive und Verweise auf seine Sonderrolle als jüdischer Sänger bei Hofe.
Hans HegnerHans Hegner aus Berlin tritt schon seit über 20 Jahren als Sänger und Instrumentalist mit mittelalterlicher Lyrik auf. Er studierte Ältere Germanistik und Vergleichende Sprachwissenschaft in Berlin und Salzburg. Die wissenschaftliche Arbeit an Text und Übersetzung, Kenntnis der handschriftlichen Quellen und der mittelalterlichen Notenschrift bilden das Fundament seiner Interpretation.  Neben Solo-Auftitten singt und spielt Hans Hegner seit 1989 auch gemeinsam mit Ursel Peters im Folk-Duo "Fundevogel". Seit 1996 ist er Miglied bei "Collage - Forum für frühe Musik Berlin" und wirkte auch bei der Produktion "Roman de Fauvel" 2006 mit. Seit 2002 macht er mit der Gruppe "Vinkoop" Musik "im Fahrwasser der Hanse". Seit 2002 wirkt er auch beim großen Sängerwettstreit auf der Wartburg mit. Beim Minneturnier auf Burg Falkenstein erhielt er 2009 den Publikumspreis.

Kontakt: www.hanshegner.de



DER EHRENGAST


DER REGENBOGEN
dargestellt durch Knud Seckel, Sieger beim Minnesänger-Wettstreit 2009

Regenbogen (spät. 13. Jh. bis 1320) ist ein Sänger, der in Mainz und Ulm gelebt hat und auch als "Barthel Regenbogen" bekannt ist. Er gilt als größter Konkurrent des beliebten Heinrich von Meißen ("Frauenlob") und wurde wie dieser auch von den Meistersängern verehrt und zum Vorbild genommen. Er soll bürgerlicher Herkunft und ursprünglich ein Schmied gewesen sein.
Knud SeckelSeit 1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit Früher Musik. Von 1994 - 2000 studiert er Romanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Heidelberg. Sein Interesse gilt dem Mittelhochdeutschen und den Sprachen Südwesteuropas, deren Kenntnisse er durch längere Studienaufenthalte in Grenoble und Sevilla vertieft. Er ist Mitbegründer der Formation "Wildwuchs" im Jahre 1991 und des "Ensemble Trecento" im Jahre 1994. Im gleichen Jahr beginnt die Mitwirkung bei der Gruppe "Wünnespil", die 2001 endet.  Seit 2001 tritt er im Rahmen von Museumsveranstaltungen und Events als Minnesänger und Erzähler auf. Er ist seit 2002 Leiter des Musikensembles "Minnesangs Fruehling" und im Mai 2003 erschien die erste Solo-CD "ich zôch mir einen falken". Er war Teilnehmer am ersten Minnesänger-Wettstreit auf Burg Falkenstein in Bayern und verkörperte beim Sängerkriegs-Event auf der Wartburg 2006 den Herausforderer Heinrich von Ofterdingen.  Auch seine Interpretation des Nibelungenliedes fand viel Beachtung.
 

Kontakt: www.minne-saenger.de



MEISTER FRAUENLOB & HENKER STEMPFEL


Christian Zastrow als Frauenlob Unbarmherzig und unbestechlich - so kennt und liebt sie das Publikum, so fürchten und hassen sie die Minnesänger: Die Rede ist vom neunmalklugen Criticus Meister Frauenlob, der genau weiß, wie ein Minnelied zu klingen hat, und vom gnadenlosen Henker Stempfel. Der Henker Stempfel gehört zum Legendenkreis des "Sängerkriegs auf der Wartburg", der Mitte des 13. Jahrhunderts aufgeschrieben wurde, Frauenlob wirkte Anfang des 14,. Jahrhunderts und galt seinerzeit als einer der größten und besten Sänger. Dafür hielt er sich auch selber, wie eine überlieferte Selbstpreisung belegt, in der er sich zum besten Sängerdichter aller Zeiten erklärt. Christian Zastrow verkörpert den empfindlichen Feingeist Frauenlob (frei nach dem legendären Minnesänger Heinrich von Meißen), einen Marcel Reich-Ranicki des Mittelalters. Bernd Bonnet liefert den Gegenpart als Handwerker des Todes, der so manches wirkungsvolle Werkzeug bereithält. Ob er diesmal die Sänger alle aufhängen darf oder ob die gute Elisabeth von Böhmen am Vorabend ihrer Hochzeit genau wie einst die Landgräfin Sophie auf der Wartburg Gnade vor Recht ergehen lässt?
Stempfel


HOCHKARÄTIGE SPIELLEUTE


Spielleute

Aus aller Herren Länder strömen sie wieder zusammen: die Meister an Sackpfeife und Harfe, Drehleier und Fidel, Rauschpfeife und Flöte, Trommel und Laute - die besten Spielleute sind gerade gut genug, um die stimmstarken Heroen zu begleiten. Unter der musikalischen Leitung von Dr. Lothar Jahn, musizieren: Claudia Heidl (Rauschpfeife, Chalumeau, Rahmentrommel, Flöten), Dagmar Jahn (Flöten, Cornamuse, Hörnchen), Florian Hellbach (Laute), Ursel Peters (Cister), Susanne Schmidt (Glockenspiel, Trommel), Gerda Weinreich (Harfe, Trommel), Lothar Jahn (Cister, arabische Laute, Gitarrenlaute) und Jan-Marcus Lapp (Drehleier).


DIE CDs ZUM SÄNGER-WETTSTREIT


WALTHER VON DER VOGELWEIDE -  SAGET MIR IEMAN: WAZ IST MINNE?
Walther-CDFast 80 Minuten Walther-Lieder mit mittelalterlichen Melodien oder in Neuvertonungen, erschienen im Verlag der Spielleute2007! Mit einem furiosen gemeinsamen "Palästinalied"-Finale. "Er ist der bekannteste und wohl auch bedeutendste Minnesänger deutscher Zunge. Diesem Ausnahmekünstler zu huldigen, ist das Ziel der Künstler. Dabei verblüfft das weite musikalische Spektrum."
Pax et Gaudium, 29/07

SPRUCHGESANG UND SACHSENSPIEGEL
Spruchgesangr-CDDer Sachsenspiegel ist das erste Rechtsbuch der Deutschen Geschichte. Auf der CD werden markante Zitate aus dem mittelalterlichen Werk mit Liedern der selben Zeit verbunden, die um ähnliche Themen kreisen. So entsteht ein vielschichtiges Bild mittelalterlicher Kultur und Moral. Das Spektrum der Interpretationen ist breit, es reicht von Ensembles wie Lucidarium und Unicorn über Minnesänger wie Holger Schäfer und Frank Wunderlich bis hin zum Mittelalterrock von Ougenweide und Van Langen.  "Man bemerkt, dass die meisten Interpreten in der Tradition der historischen Aufführungspraxis kommen, man darf also mehr Alte Musik als Marktmusik, mehr Konservatorium als Volksfest, mehr Konzertsaal als Konzerthalle erwarten. Gerade wenn man in die Klänge von "Spruchgesang und Sachsenspiegel" eintaucht, wähnt man sich schnell am Hofe eines Fürsten." Arnulf Zeilner, huscarl.at, September 2009

MINNE IM MAYEN
Spruchgesangr-CDDer Mayen ist des Minnesängers größte Freudenzeit: In unzähligen Liedern werden die Vertreibung des Winters, die Rückkehr der "vogellîn" und die Farbenpracht der "bluomen" gefeiert. Einige der besten Maienlieder finden sich hier.
"Insgesamt wahrt das abwechslungsreiche, gut aufeinander abgestimmte Album die Balance zwischen Maienlust und Minneklage."
Karfunkel, 75/08

EUROPEAN MINNESANG FESTIVAL - HÊR KEISER, SÎT IR WILLEKOMEN
Europäischer MinnesangZum ersten Europäischen Minnesang-Festival in Braunschweig 2009 zeigen Sänger und Spielleute aus ganz Europa ihr Können.
"Wer sich für Klänge jenseits der Marktmusik interessiert, könnte hier seinen Einstieg in die sogenannte ernste Musik finden. Doch auch der Liebhaber von klassischen Interpretationen wird sich durch "European Minnesang Festival - Her keiser, sit ir willekommen" gefesselt wiederfinden. Der Rezensent zeigt sich beeindruckt vom Können der Künstler und zieht den Hut vor der Leistung, dem Minnesang solches Leben einzuhauchen, ohne ihn zu verfremden." Arnulf Zeilner, huscarl.at, Oktober 2009

FALKEN, LERCHEN, NACHTIGALLEN
Falken-CDZu hören sind Lieder über Falken, Lerchen, Nachtigallen und andere Vögel. Doch die gefiederten Freunde dienen den mittelalterlichen Dichtern und Sängern natürlich nur als Bild, um Ihre Herzensnöte oder ihre Sicht der Welt darzustellen.
"Schöne Stimmen, überraschendes Instrumentarium und ein altes, ewig junges Thema! Auf der CD wird der Freund miitelalterlicher Minnelyrik Neues und Bekanntes entdecken."
Mitteldeutsche Zeitung, 28.7.08

BURG FALKENSTEIN: MINNESÄNGER-WETTSTREIT 2005
Falkensteinr-CDZum ersten Minnesänger-Wettstreit auf Burg Falkenstein bei Regensburg entstand dieser bunte Überblick über die Welt des hohen Sanges.
"Updates der faamosen mittelaltichen Sängerwettstreite hat es ja schon häufiger gegeben, selten aber mit so hochkarätiger Besetzung." Magister Rother, 2005
CD-Bestellungen  per Mail für 15 Euro plus 3 Euro Versandpauschale hier !


PRESSE ZU DEN MINNESÄNGER-WETTSTREITEN

Die Zeit 18.10.2009
TAZ 15.7.2009
HNA 15.10.2009
Münstersche Zeitung 17.10.2009
BILD 19.10.2009
Braunschweiger Zeitung
17.10.2009 (Karsten Wolfewicz)
Braunschweiger Zeitung 19.10.2009 (Sänger-Wettstreit)
Braunschweiger Zeitung 20.10.2009 (John Potter)
Hamburger Abendblatt 19.10.2009
Karfunkel Nr. 71 August 2007 Seite 1
Karfunkel Nr. 71 August 2007 Seite 2
Interview mit dem Sieger Knud Seckel (2007) auf minnesang.com
Kasseler Sonntagsblatt
2.9.07
Donau-Post 7.6.2005
Mittelbayerische Zeitung 7.6.2005

Karfunkel 59 August/September 2005
Karfunkel-Interview mit Frank Wunderlich August/September 2005

Minnesang-com-Interview mit Marcus van Langen August 2005

RUNDFUNK UND FERNSEHEN

ZDF 24.10.2009
HR Fernsehen "Hessenschau" 14.10.2009
Deutschlandradio Kultur 18.10.2009
RTL 17.10.2009
WDR Tonart 22.10.2009
NDR Das! 23.10.2009
Fernsehberichte über den Minnesänger-Wettstreit 2008 finden sich hier und hier.
WDR 5 Scala 24.5.2007


Tickets für den Minnesänger-Wettstreit kosten 15 Euro, zusammen mit Festzug und Messe am 5.9. in Speyer 28 Euro. Kontakt: Kulturverein Kaiserhochzeit, Dr. Klaus Sütterlin, 06347-7408, Mail an den Veranstalter 

Auch in den kommenden Jahren werden wieder Spielorte für den großen Minnesänger-Wettstreit gesucht. Interessierte Veranstalter melden sich bei Dr. Lothar Jahn unter 05671-925355 oder per Mail!