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dû benimst dem man, sinne unde witze, daz er nicht nekan. sîne vríunt die tuont des guoten rât, swenne er des guotes nicht nehât. sie kêrent im den rucke zuo unde gruozent in vil trâge. swen der helt mit vullen vert, sô hât er holde mâge. |
Du bringst einen Mann Um den Verstand, dass nichts gelingen kann. Ein Freund gibt nichts als guten Rat, Wenn man vom Gute gar nichts hat. Bald dreht er dir den Rücken zu und grüßt dich g'rad noch träge! Doch den, der lebt im Überfluss, dem bahnt man gern die Wege! |
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Beispiel: ICH SAZ UF EINEM STEINE
Walther von der Vogelweide (ca. 1170 - 1230)
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Ich saz ûf einem steine |
Ich saß auf einem
Felsenstein |
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Daz da keyn mensche lebet ane sunde. Mir ist ein leit, daz ich got irtzuornet han so dicke. Maria helf, daz ich gebuoze, Unde daz ich mich tzo gote wider vriunde, unde dem tiubel wider sage, der myr leit manige stricke. Suone, suone, suonerynne, Gotes tzorn durch dyne guote. Lesche, lesche, lescherynne, Myner sundigen lust gib sulch gemuote. Helf daz ich dir tzu dienste werde, Gedenke, daz ich byn ein kranker erde. Swie vil ich got irtzornet han, doch stet tzuo ym myn gerde. |
So kann doch kein Mensch ohne Sünde leben Mir tut es leid, dass ich Gott erzürnet hab so lange. Maria, hilf, dass ich nun büße, Um mich auf Gottes Weg zu begeben, Will dem Teufel widersteh'n, dass er mich nicht mehr fange. Sonne, Sonne, Sonne, reine, Lass doch Gottes Zorn vergehen! Lösche, lösche, lösche, meine Sünd'ge Lust. Erhör mein Flehen! Hilf, dass ich Dir zu Diensten werde, Du weißt, ich bin ein krankes Kind der Erde, Wenn ich auch Gott erzürnet hab, nun füg ich mich zur Herde. |
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