Frank S. Wunderlich wurde 1960 in Gießen/Oberhessen geboren. Nach dem Abitur lebte er ein Jahr in einem Zisterzienserkloster. Dort erwachte die Liebe zur mittelalterlichen Musik, die im altehrwürdigen Zisterzienserchoral dort täglich gepflegt wird. Danach folgte ein Studium der Philosophie, Musikwissenschaft und Theologie in Frankfurt am Main und Würzburg.

1986 Diplom in Kath. Theologie.
Seit 1988 lebt er am Untermain, zunächst in Großheubach,
jetzt in Lützelbach. Seine große Zuneigung und Liebe zur mittelalterlichen
Musik besteht nach wie vor und er bildete sie in speziellen Kursen weiter
aus. 1995 ist er Mitbegründer der Gruppe „Vogelfrey und unvuortzaget“.
Ab 2001 spielt er in kleineren Besetzungen z.B. wie „Bluomenrot“ zusammen
mit Deirdre Campbell-Shaw und Ulrich Knopp.
2002 Veröffentlichung des Liederzyklus’ des Minnesängers
Von Obernburg (13. Jh.) „Ich wil wol von wibes gvete“. 2004 Herausgabe
einer Liederauswahl aus dem „Schedelschen Liederbuch“.
Discographie: 1999 „rosevarwer munt“ mit "Vogelfrey" im Verlag der
Spielleute
2001 „Mein Engel“ mit/von Thomas Gabriel;
2003 „Der Engel in Dir“ mit/von Thomas Gabriel.
>> Hier ein Beitrag
von Frank Wunderlichüber den Minnesänger "von Obernburg" zur
Website www.minnesang.com
>> Kontakt per E-mail mit
Frank Wunderlich.
>> Frank Wunderlich wurde Sieger beim Minnesänger-Wettstreit
2005
und beim 2. Falkensteiner Minneturnier
| >> Konzertkritik "Musikalisches Mittelalter"
Burg Breuberg: Die Gruppe Bluomenrot spielt auf altertümlichen Instrumenten NEUSTADT. An einem dunklen Winterabend saß Ulrich Knopp an seiner Harfe und fing die märchenhafte Stimmung der tanzenden Schneeflocken in den Klängen seines Instrumentes ein. Von dieser Stimmung inspiriert, entstand seine Instrumentalversion „Drachenflug“, eine der wenigen neuen Kompositionen, die am Sonntagnachmittag von der Gruppe Bluomenrot auf altertümlichen Instrumenten dargeboten wurden. In keltischen und mittelalterlichen Gewändern präsentierten Deirdre Campbell-Shaw, Frank Wunderlich und Ulrich Knopp im Frauensaal der Burg Breuberg Liedgut von Minnesängern und Dichtern wie Heinrich von Morungen oder Dietmar von Aist. Die geistliche Vertonung Hildegard von Bingens „Aer enim volat“ zählte zu den frühesten Werken des Potpourris. Mit mystischen Gesängen aus dem deutschsprachigen Raum und den europäischen Nachbarländern boten die Saitenreichen, wie sie sich selbst auch nennen, dem Publikum eine Auswahl überlieferter Musik. Gespielt wurden Lieder vom Südtiroler Oswald von Wolkenstein, Stücke aus den gesammelten spanischen Werken König Alfons des Weisen bis hin zur isländischen Schöpfungsmelodie heidnischen Ursprungs. Frank S. Wunderlich, dessen Liebe zur mittelalterlichen Musik während eines einjährigen Klosteraufenthaltes erwachte, erzählte von Leben und Bedeutung der Minnesänger, die über die Verehrung einer angebeteten Frau sangen oder ihre Not in kritischen Texten beklagten. Der Musiker übersetzte vielfach Liedpassagen, deren Inhalte für die meisten Zuhörer sonst unverständlich geblieben wären. Mit keltischen Harfen, Prozessionsorgel, Hümmelchen, der deutschen Schäferpfeife, sowie Block- und Altflöte zeigten die Musiker die Vielfalt ihres Könnens. Susanne Limmer, Echo Online, 1.3.2005 |