innesang.com Geschichte Minnesänger CDs Noten Sängerwettstreit Sänger buchen Kontakt |
Minnesang.com Dr. Lothar Jahn Guderoder Weg 6 34369 Hofgeismar 05671-925355 E-mail an Minnesang.com > Video-Trailer zum Tribut-Album: ![]() > Videos vom Tribut-Event: ![]() Finale mit den "Merseburger Zaubersprüchen" ![]() Holger Schäfer "Der Blinde und der Lahme" ![]() Ursel Peters "Ougenweide" ![]() Arundo: "Sol" ![]() Irrlichter: "Wan si dahs" > Video-Trailer zum Merseburger-Album: ![]() > Video von der Feuerschau zu den Merseburger Zaubersprüchen ![]() DIE INTERPRETEN UND IHRE LIEDER Fundevogel: Merseburger/Ougenweide Spielleut Irregang: Im Badehaus Die Irrlichter: Wan si Die Irrlichter sind das wohl bekannteste Frauen-Ensemble der Mittelalterszene. Die fünf frechen Ladies aus Köln widmen sich dem Ougenweide-Lied "Wan si dahs", ebenfalls von "All die weil ich mag" von 1974. Der Text stammt von Gottfried von Neifen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Geschildert wird der erfolglose Versuch eines jungen Mannes, das Herz einer jungen Dame zu gewinnen. (Foto: Jens-Oliver Murer) Holger Schäfer: Der Blinde und der Lahme Minnesangs Frühling: Totus Floreo |
TRIBUT AN OUGENWEIDE Die Mittelalterszene sagt Danke! Ougenweide waren in den 70er Jahren DIE Pioniere des Mittelalter-Rocks. Sie haben unzählige Gruppen und Solisten geprägt, die sich heute mit mittelalterlicher Musik auseinandersetzten. Zum 40-jährigen Gründungsjubiläum der Minne-Rocker aus Hamburg bedankte sich die Mittelalter-Musikszene mit einem Tributalbum, das 2010 bei Emmuty erschien. 18 Titel sind zu hören: Ougenweide-Klassiker, mal nostalgisch mit Anklängen an die Goldenen Siebziger, dann wieder erfrischend anders und modern. >> Nächstes Konzert "Tribut an Ougenweide": 25.1.2014, 20 Uhr, Synagoge Vöhl, mit Holger Schäfer, Hans Hegner, Musiktheater Dingo. Stargast: Olaf Casalich (Ougenweide). Tickets hier. >> Hochstimmung: Video des Ougenweide-Klassikers "Totus Floreo" von Olaf Casalich mit Musiktheater Dingo, Burg Falkenstein 2011 Ougenweide beim Tribut-Event 2010 mit den Dreifach-Siegern des Minneturniers zu Ehren von Ougenweide: den Irrlichtern! (v.l. Stephanie Keup, Jutta Tiedge, Olaf Casalich, Brigitta Jaroschek, Daniela Heiderich, Jürgen Isenbart, Jutta Simon-Alt, Minne Graw, Wolfgang von Henko) (Foto: Jens-Oliver Murer) |
![]() Marcus van Langen: Der Rivale Skandor: Der Fuchs und der Rabe Duivelspack: Der Rattenfänger Triskilian: Wol mich der stunde Galahad: Bald anders Vrouwenheide: Pferdesegen Musiktheater Dingo: Gerhard Atze Kleine Sekunde: Terra sinus apperit Cosima
Hoffmann und Hans Hegner aus Berlin haben sich ein Lied aus dem
Spätwerk Ougenweides gewählt: "Terra sinus apperit", von
Stefan Wulff mit leichtem Enya-Touch im Fünf-Viertel-Takt nach
einem Lied aus der Cambridger Liederhandschrift komponiert. Die beiden
Berliner haben das Original ausgegraben und auch die bei Ougenweide
fehlenden Strophen ergänzt. Das Stück ist im Original auf dem
Album "Sol" (1996) zu hören. (Foto: Anne König)Arundo: Sol Oni Wytars: Nieman kan mit gerten Gesine Bänfer und Ian Harrison: Ouwe In Extremo: Merseburger Zaubersprüche In
Extremo hörten in ihrer Jugend Ougenweide und dachten "Wow - so
muss man es machen". Damit begann eine Erfolgsgeschichte, die noch
lange nicht zu Ende geschrieben ist. Die hiesige Aufnahme verbindet In
Extremos Zauberspruch-Vertonung mit der von Ougenweide, viele Akteure
des Albums von den Irrlichtern bis hin zu Poeta Magica stehen den
Mittelalter-Rockern bei dieser packenden Nummer zur Seite. (Foto: Erik Weiss)Poeta Magica: Tribut de Cantar (Tribut an Ougenweide) |
|
Prallvolles Album Die CD-Länge wurde bis zur letzten Minute ausgeschöpft, um der Kreativität der Beteiligten freien Lauf zu lassen. Das Spektrum reicht von den brachialen Mittelalter-Rockern In Extremo bis hin zu den Meistern historisch-authentischer Mittelalterinterpretation Oni Wytars. Mit Poeta Magica, Triskilian, Duivelspack und Minnesangs Frühling sind führende Ensembles Mittelalter-Folk- und Marktszene am Start und auch die frechfrische Frauenband Die Irrlichter darf nicht fehlen. Mit Arundo und Skandor beteiligen sich auch junge Bands, mit den Folkrockern Galahad, Fundevogel und dem Musiktheater Dingo sind Musiker am Start, die seit Jahrzehnten in die Fußstapfen von Ougenweide treten. Das Album wird präsentiert von www.minnesang,com. Bis auf einen Titel sind nur Erstveröffentlichungen dabei. Das Vorwort stammt von Deutsch-Rocklegende Achim Reichel. Zeitgleich erscheinen zwei weitere Alben zum Themen Ougenweide: Beim Hamburger Label Bureau B. wird mit "Herzsprung" ein neues Studio-Album von Ougenweide erscheinen, das ganz in der Minne-Rocktradition steht. Bei www.minnesang.com kann zudem ein Mini-Album mit einer 20-Minuten-Version der "Merseburger Zaubersprüche" bestellt werden, an der ein Großteil der Musiker des Tributsamplers mitgewirkt hat. Am 5. Juni 2010 fand ein großes Event auf Burg Falkenstein statt, wo viele der Interpreten bei einem Sängerstreit vor Ougenweide-Musikern ihre Versionen auf Burg Falkenstein/Harz live darboten: Sieger wurden dabei Die Irrlichter. TRACKLIST: 1 Fundevogel: Merseburger Zaubersprüche/Ougenweide 2 Spielleut Irregang: Im Badehaus 3 Die Irrlichter: Wan si dahs 4 Holger Schäfer: Der Blinde und der Lahme 5 Minnesangs Frühling: Totus Floreo 6 Van Langen: Der Rivale 7 Skandor: Der Fuchs und der Rabe 8 Duivelspack: Der Rattenfänger 9 Triskilian: Wol mich der stunde 10 Galahad: Bald anders 11 Vrouwenheide: Pferdesegen 12 Musiktheater Dingo: Gerhard Atze >> erweitert durch Swa gouter hande... 13 Kleine Sekunde: Terra Sinus Aperit 14 Arundo: Sol 15 Oni Wytars: Nieman kan mit gerten 16 Gesine Bänfer und Ian Harrison: Ouwe 17 In Extremo (mit diversen anderen Interpreten): Merseburger Zaubersprüche 18 Poeta Magica: Tribut de cantar (Tribut an Ougenweide) CD-Rezensionen: >> Musik-Reviews >> Folk-World >> Psychedelic Folk >> Metal.de >> Rock Times >> Celtic Rock >> Ragazzi Music >> Prog-Rock-Info >> Terrorverlag >> Praeco Medii Aevi |
|||
| ACHIM REICHEL ZU OUGENWEIDE Der Ougenweide-Entdecker und Produzent der Erfolgs-Alben der 70er Jahre, Achim Reichel, selbst einst mit den Rattles und später als Solist sehr erfrolgreich, erinnert sich: Als
mein guter Musikerfreund Olaf Casalich mir erzählte, dass er da
noch eine Formation am Laufen hat, die so "altes Sachen" spielt,
"Walther von der Vogelweide, Frührenaissance und so was", wurde
ich hellhörig. Er lud mich zu einer Probe ein, da saßen sie
dann im Halbkreis und spielten eine Mischung aus deutscher und
englischsprachiger Folkmusik. Ich war begeistert. Da hatte das
Schicksal einen bunten Haufen zusammengewürfelt, jeder
erzählte aus seiner Ecke heraus und alles setzte sich zusammen zu
einer erstaunlichen Vielfalt von Pop bis Kammermusik. Wenn man dann ein
Musikerherz hat und nicht nur fragt "Was kostet das? Was bringt
das?", dann war das einfach großartig! Ich war ja ein Fan der Folk-Musik, die damals von den britischen Inseln herüberkam, da gab es ja hinreißende Bands. Und sowas ähnliches in Deutschland zu haben: Für mich persönlich wurde ein Traum wahr! Ougenweide waren Musiker, die so etwas nicht nur einfach herunterspielten, sondern sich in dieser Musik verwiklichten. Anfangs sangen sie noch sehr viel englisch, ich ermutigte die Gruppe, sich verstärkt mit der eigenen Tradition auseinanderzusetzen. Als die dann anfingen, sich mit der mittelhochdeutschen Sprache auseinanderzusetzen, da habe ich aber die Ohren angelegt und gedacht: Oho! Die Texte verbanden sich mit musikalischen Angeboten aus allen Himmelsrichtungen, davon war ich begeistert! Und irgendwann habe ich gedacht: So, jetzt marschiere ich mal los und versuche mal, die Schallplattenfirmen dafür zu interessieren. Naja, das ist dann auch mit der Polydor gelungen. Von da an wurde Ougenweide halt Ougenweide! Wir hatten eine sehr fruchtbare, freudvolle Zusammenarbeit, die fast ein Jahrzehnt währte, bis hin zum Album "Ousflug" . Ich habe mich nie als autoritären Produzenten verstanden, der sagt: "Ich weiß, was Ihr wollt und das geht so." Die brauchten im Grunde genommen gar keine Ideen, die hatten sie alle selber. Das ganze musste nur ein wenig geordnet werden! Das war eine sehr kreative und spannende Zeit. Ougenweide haben ja nicht umsonst so lange Konzerte gegeben, die hatten da wirklich große Freude dran. Das waren keine Charaktere, die gefragt haben: "Was kommt da für ne Knete rüber?" Bei so einer großen Truppe war das ohnehin wenig, da braucht man schon ein großes, großes Herz. Kein Mensch hätte damals geglaubt, dass aus so etwas eine Szene werden könnte! Um so erfreulicher, wie breit die Mittelaltermusikszene geworden ist und wie viele Musiker durch Ougenweide inspiriert wurden! Schön, dass die Szene sich mit diesem Tribut-Album zum 40jährigen Jubiläum der Bandgründung bei den Urvätern des Minnerock bedenkt! Es ist schon erstaunlich, wie frisch und unverbraucht Ougenweide-Musik heute noch klingt. DR. LOTHAR JAHN ZU OUGENWEIDE Der Ideengeber des Tribut-Albums, Leiter des Musiktheaters Dingo und vieler Sänger-Wettstreite und Betreiber dieser Website, Dr. Lothar Jahn, erinnert sich an Ougenweide in den Siebziger Jahren. Und sie waren eine fleißige Combo ‑ schon erstaunlich, dass sie in schöner Regelmäßigkeit auch die netten, verschlafenen Städtchen in und um Nordhessisch‑Sibirien aufsuchten, in die sich sonst nur wenige Hoch‑ oder Mittelkaräter verirrten. Ihr Fleiß zeigte sich auch in der Länge ihrer Konzerte: Drei bis vier Stunden Programm waren normal. Und obwohl sie gleich mit voller Wucht begannen, schafften sie es, den Druck und die Energie zum Ende hin immer noch weiter zu steigern. Irgendwann ging es dann trommelnd und singend in Richtung Publikum, einmal um den Saal herum, alle hinterher, bis das Publikum nur noch eine fröhlich singende, tobende, tanzende und schwitzende Schar war. Ich irgendwo dazwischen, obwohl mir solche Gefühlsausbrüche und Massenerlebnisse bis heute eher suspekt sind. Gespielt wurde manchmal sogar noch, wenn die Roadies schon die Instrumente abbauten ‑ dann musizierte man noch ohne Verstärkung auf der Bühne weiter. Wenn es eine Truppe gab, die den Namen "Live‑Band" wirklich verdient, dann waren es Ougenweide in ihren besten Jahren! Und wenn die Herrschaften inzwischen auch gehörig gealtert sind, irgendwas von dem Funken scheint noch übrig zu sein: Als Ougenweide Ende 2006 sich in Worpswede und Oberhausen auf der Bühne zurückmeldeten, schrieb Rezensent Hans Hegner für Karfunkel und www.minnesang.com: "Der Gesamteindruck des Konzertes lautet in einem Satz: Glückliche Menschen auf und vor der Bühne!" Weitere Infos: >> Konzept-Album "Merseburger Zaubersprüche" >> Ougenweide-Website zum Album "Herzsprung" >> Nachruf auf Frank Wulff (verstorben 2010) >> Rückblick aufs Tribut-Event im Juni 2010 Burg Falkenstein >> Nächstes Konzert "Tribut an Ougenweide": 25.1.2014, 20 Uhr, Synagoge Vöhl. Die Minnesänger Holger Schäfer, Hans Hegner und das Musiktheater Dingo stellen die besten Lieder aus allen Schaffensperioden der Hamburger Band vor: von den "Merseburger Zaubersprüchen" und "Ouwe" über "Sol" bis hin zum 2010 erschienenen Album "Herzsprung". Als Stargast ist der charismatische Ougenweide-Frontman Olaf Casalich höchstpersönlich dabei. Tickets hier. |